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Teufelsberg Berlin:

Lost Place, NSA-Abhörstation und Geschichte

Der Teufelsberg Berlin verbindet mehrere Kapitel der Stadtgeschichte an einem einzigen Ort: Unter dem künstlichen Berg liegt ein unvollendeter NS-Bau, darüber Millionen Kubikmeter Trümmerschutt und auf der Spitze die ehemalige amerikanisch-britische Abhörstation aus dem Kalten Krieg. Heute ist das Gelände Denkmal, Street-Art-Ort, Aussichtspunkt und einer der bekanntesten ehemaligen Lost Places Berlins.

Foto von der alten Abhörstation auf dem Teufelsberg Berlin.

Was ist der Teufelsberg in Berlin?

Der Teufelsberg ist ein rund 120 Meter hoher künstlicher Trümmerberg im Berliner Grunewald. Zwischen 1950 und 1972 wurden hier etwa 26 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt aufgeschüttet; später entstand auf dem Gipfel die Field Station Berlin, eine Abhörstation der amerikanischen und britischen Alliierten.

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Foto von dem gesamten Teufelsberg bei Sonnenuntergang.

Was befindet sich unter dem Teufelsberg?

Unter dem Teufelsberg befinden sich bis heute Teile der nie fertiggestellten Wehrtechnischen Fakultät aus der NS-Zeit. Der monumentale Bau gehörte zu den Planungen für die sogenannte „Welthauptstadt Germania“, wurde nach dem Krieg teilweise gesprengt und schließlich unter den Trümmern Berlins begraben.

besprühte wand an ehemaliger Ahörstation am Teufelsberg.

Fakten auf einen Blick

  • Ort: Grunewald, Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Höhe: rund 120 Meter
  • Aufschüttung: 1950–1972
  • Material: rund 26 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt
  • Unter dem Berg: unvollendete Wehrtechnische Fakultät aus der NS-Zeit
  • Field Station Berlin: 1962–1992
  • Nutzung: amerikanische und britische Funk- und Signalaufklärung
  • Heute: Denkmal, Street Art, Aussichtspunkt und ehemaliger Lost Place
  • Denkmalschutz: seit 2018
  • Besuch: offiziell gegen Eintritt möglich
Foto vom verschneiten Teufelsberg in Berlin.

So Freunde,

ich kannte den Teufelsberg schon seit meiner Grundschulzeit. Damals war er Berliner Geschichte und sogar Thema im Unterricht.

Später wurde daraus für uns etwas völlig anderes.

Ein Lost Place.

Zwischen 2005 und 2010 waren wir ziemlich oft dort. Damals war der Zugang noch illegal. Man musste aufpassen, weil teilweise Sicherheitspersonal auf dem Gelände unterwegs war und kontrollierte. Gleichzeitig gab es mehrere mehr oder weniger geheime Möglichkeiten, irgendwie reinzukommen.

Drinnen war es roh.

Graffiti, leere Gebäude, Partys, Dates, kaputte Räume und dieses richtige Lost-Place-Gefühl. Besonders hängen geblieben ist mir der Wind, der sich oben in den großen Kuppeln fängt. Dazu die Aussicht über Berlin und Sonnenuntergänge über dem Grunewald.

Aber bevor wir dort unsere Zeit verbracht haben, hatte dieser Berg bereits mehrere Leben hinter sich.

Foto der ehemaligen Field-Station auf dem Teufelsberg.

Was befindet sich unter dem Teufelsberg?

Unter dem Teufelsberg liegt der Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät, die während der NS-Zeit als Teil einer geplanten Hochschulstadt entstehen sollte. Der Bau begann 1937 und wurde 1940 eingestellt.

Die Fakultät gehörte zu den gigantischen Umbauplänen für Berlin, die mit der sogenannten „Welthauptstadt Germania“ verbunden waren. Geplant war westlich der damaligen Technischen Hochschule eine große Hochschulstadt.

Die Wehrtechnische Fakultät sollte nur ein Teil davon sein.

Der Zweite Weltkrieg stoppte das Projekt. Nach Kriegsende versuchte man, den massiven Rohbau zu beseitigen, bekam ihn aber nicht vollständig weg.

Die Lösung war ziemlich radikal:

Man schüttete ihn zu.

Und genau deshalb liegt unter einem der bekanntesten Aussichtspunkte Berlins bis heute ein monumentaler NS-Bau.

Foto vom gesamten Gelände und der vollgesprühten Rückseite der Anlage.

Wie entstand der Teufelsberg aus den Trümmern Berlins?

Zwischen 1950 und 1972 wurden auf dem Gelände rund 26 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt abgeladen. So entstand aus den Überresten des zerstörten Berlins der heutige Teufelsberg.

Der Schutt stammte aus den im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäuden der Stadt. Damit besteht der Berg im Grunde aus einem Querschnitt durch das alte Berlin.

Nach dem Ende der Aufschüttung blieb keine kahle Schutthalde zurück. Das Gelände wurde mit Sand und Mutterboden bedeckt und systematisch begrünt. 1976 waren die Begrünungsarbeiten abgeschlossen.

Aus den Resten einer zerstörten Stadt entstand ein Naherholungsgebiet.

Und Berlin wäre nicht Berlin, wenn es dabei geblieben wäre.

Die meisten erleben Berlin immer gleich.
Sehenswürdigkeiten, lange Wege, viel Googeln.
Und am Ende: viel gesehen, aber wenig verstanden.

Berlin funktioniert anders.
Die Stadt zeigt sich nicht über Hotspots –
sondern über Orte, die man kennen muss.

Ich bin Berliner und arbeite seit Jahren in der Hotellerie
und sehe täglich, wie Besucher die Stadt erleben – und oft falsch einschätzen.

Genau deshalb habe ich über 500 echte Orte in Berlin gesammelt.
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Foto vom besprühten Innenbereich auf der alten Abhöranlage in Berlin.

Skifahren und Wein auf dem Teufelsberg

Der Teufelsberg wurde tatsächlich zum Wintersportgebiet.

Es gab einen Skihang, einen Lift und Rodelmöglichkeiten. Noch 1987 fand hier anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins ein Parallelslalom statt.

Noch absurder klingt eine andere Episode:

Am Südhang wurden in den 1970er- und 1980er-Jahren sogar Weinreben angebaut. Der daraus gekelterte Berliner Wein bekam einen ziemlich passenden Namen:

Wilmersdorfer Teufelströpfchen.

Heute denkt man beim Teufelsberg eher an Spionage, Graffiti und die weißen Kuppeln. Aber genau solche kleinen Geschichten zeigen, wie oft sich die Funktion dieses Ortes verändert hat.

Foto vom Aussichtspunkt Teufelsberg Berlin

Warum entstand die Abhörstation auf dem Teufelsberg?

Die Lage mitten in der DDR und die Höhe des Teufelsbergs machten ihn für die westlichen Alliierten zu einem idealen Standort für elektronische Aufklärung. 1962 entstand die feste NSG/GCHQ Field Station.

West-Berlin lag wie eine Insel innerhalb der DDR.

Von hier konnten amerikanische und britische Nachrichtendiensteinheiten Funkverkehr und andere elektromagnetische Signale aus der DDR und darüber hinaus erfassen.

Die markanten Radarkuppeln waren dabei keine futuristische Architektur zum Selbstzweck. Sie schützten die empfindliche Empfangstechnik vor Wind und Wetter und wurden zum Wahrzeichen der Anlage.

Über Jahrzehnte wurde die Field Station erweitert.

Was dort genau passierte, sollte möglichst niemand außerhalb der Anlage wissen.

Foto von der Anlage des Teufelsbger mit Aussicht und Bar.

Was wurde auf dem Teufelsberg abgehört?

Von der Field Station Berlin aus wurden unter anderem Funkverbindungen der Nationalen Volksarmee der DDR und der sowjetischen Streitkräfte überwacht.

Zusätzlich konnten andere elektromagnetische Signale erfasst, identifiziert und geortet werden.

Dabei ging es also nicht einfach darum, irgendwo Gespräche mitzuhören.

Die sogenannte Signals Intelligence umfasste unterschiedliche Formen elektronischer Aufklärung. Selbst Signale von Zielerfassungsradaren konnten wichtige Informationen über militärische Aktivitäten liefern.

Die Arbeit innerhalb der Anlage war streng abgeschirmt. Informationen wurden auf verschiedene Bereiche verteilt, und nicht jeder Mitarbeiter hatte Einblick in das Gesamtbild.

Die Field Station gehörte damit zu den bedeutenden westlichen Abhöreinrichtungen des Kalten Krieges.

Und gleichzeitig wurde sie selbst beobachtet.

Viel Graffiti im Innenbereich von der ehemaligen Abhöranlage.

Die Stasi beobachtete die Beobachter

Während Amerikaner und Briten vom Teufelsberg aus den Osten überwachten, versuchte die Stasi möglichst genau herauszufinden, wie die Field Station arbeitete.

Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit zeigen heute, wie detailliert die Anlage dokumentiert wurde.

Eine geheime Analyse der Hauptverwaltung A aus dem Jahr 1985 beschäftigte sich auf 68 Seiten mit Struktur, Personal, Technik und Aufgaben der Field Station. Eine weitere Dokumentation enthält Fotos und Skizzen der Radaranlagen.

Das Spannende daran:

Auf dem Teufelsberg wurde nicht einfach nur spioniert.

Hier beobachteten sich zwei politische Systeme gegenseitig.

Selbst die Stasi musste allerdings feststellen, dass sich Funkwellen aus der DDR nicht einfach abschirmen ließen.

Wer sich für genau diese Teilung Berlins interessiert, findet ähnliche Spuren bis heute an der East Side Gallery und an der Oberbaumbrücke.

Die Kulisse des Teufelsberg und der Anlage bei Sonnenuntergang.

Spionage von innen: Der Fall James W. Hall

Ganz sicher war selbst eine solche Anlage nicht.

Der US-Soldat James W. Hall III arbeitete in den 1980er-Jahren im Bereich der elektronischen Aufklärung und gab über Jahre hochsensible Informationen an die DDR und die Sowjetunion weiter.

Der Fall gehört zu den bekanntesten Spionagefällen innerhalb der amerikanischen Streitkräfte während des Kalten Krieges.

1988 wurde Hall festgenommen und später zu 40 Jahren Haft verurteilt.

Gerade dieser Fall zeigt einen interessanten Widerspruch:

Auf dem Teufelsberg wurde mit enormem technischen Aufwand versucht, Informationen über den Gegner zu sammeln.

Gleichzeitig konnte ein Mensch innerhalb des Systems selbst zu einem massiven Sicherheitsproblem werden.

Foto der gesamten Anlage zu aktuellem Zeitpunkt.

Was geschah nach dem Ende des Kalten Krieges?

Mit der deutschen Wiedervereinigung verlor die Field Station ihre ursprüngliche Aufgabe. 1992 endete die alliierte Nutzung als Abhörstation, anschließend wurde das Gelände noch einige Jahre für zivile Luftüberwachung verwendet.

Danach begann eine lange Phase gescheiterter Zukunftspläne.

Investoren planten unter anderem Wohnungen, Restaurants, Sportanlagen, ein Hotel und ein Spionagemuseum.

Auch eine sogenannte Friedensuniversität wurde diskutiert. 2007 wurde dafür sogar ein Grundstein gelegt; zu den prominenten Unterstützern gehörte der Regisseur David Lynch.

Gebaut wurde am Ende nichts davon.

Seit 2006 gilt das Gelände planungsrechtlich als Waldgebiet. Seit dem 30. Oktober 2018 steht der Teufelsberg außerdem unter Denkmalschutz.

Geschützt wird damit nicht nur die Abhörstation, sondern diese ungewöhnliche Verbindung verschiedener Berliner Zeitschichten.

Aussicht auf dem Teufelsbger Berlin mit Wald und Abhöranlage.

Vom geheimen Lost Place zur Street-Art-Galerie

Nach dem Abzug der Alliierten verfiel die ehemalige Abhörstation zunehmend.

Und genau in dieser Phase habe ich den Teufelsberg kennengelernt.

Zwischen 2005 und 2010 waren wir oft dort. Der Zugang war illegal, Sicherheitspersonal kontrollierte teilweise und trotzdem waren manchmal hunderte Menschen auf dem Gelände.

Wir haben Sprayern zugeschaut, Dates gehabt, Geburtstage gefeiert, Partys erlebt und einfach Zeit dort verbracht.

Es gab Graffiti überall.

Leere Räume.

Illegale Raves.

Urban Exploring.

Und diesen Wind in den Kuppeln, den ich bis heute mit dem Teufelsberg verbinde.

Der Ort war damals nichts, was man groß erklärt hat.

Man war einfach da.

Ähnlich wie beim Kunsthaus Tacheles gehörte gerade das Unkontrollierte dazu.

Wenn du nach Orten suchst, die Berlin abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten zeigen, findest du genau solche Geschichten auch in unseren Berlin Insider Tipps.

Wand voller Graffitis am Teufelsberg Berlin.

Teufelsberg heute: Lohnt sich ein Besuch?

Ja, der Teufelsberg lohnt sich heute noch – allerdings nicht mehr als geheimer Lost Place. Du besuchst inzwischen ein offiziell zugängliches Gelände mit Street Art, Aussicht, Veranstaltungen und Gastronomie.

2026 kostet der reguläre Eintritt für Erwachsene 12 Euro. Geöffnet ist grundsätzlich täglich ab 11 Uhr bis zum Sonnenuntergang, wobei sich die konkreten Schließzeiten je nach Jahreszeit ändern.

Dafür kannst du heute ohne Loch im Zaun und ohne Angst vor dem Sicherheitsdienst durch die ehemalige Abhöranlage laufen.

Die Gebäude sind mit Street Art bedeckt, ständig entstehen neue Arbeiten und andere verschwinden wieder.

Dazu kommt die Aussicht.

Grunewald unter dir, Berlin am Horizont und bei gutem Wetter der Fernsehturm weit hinten in der Stadt.

Besonders zum Sonnenuntergang funktioniert der Ort bis heute.

Urbaner lost place aus einem Berlin Guide, voller Graffiti

Mein Teufelsberg heute

Ich war seit dem Übergang zum kontrollierten Zugang nur noch einmal dort.

Und natürlich fühlt es sich anders an.

Mittlerweile ist der Teufelsberg touristischer. Das Gefühl, einen geheimen Ort oder echten Insidertipp entdeckt zu haben, ist weg. Beim ersten Mal war das für mich schon ein bisschen enttäuschend.

Gleichzeitig ist die Stimmung immer noch gut.

Du kannst etwas trinken, durch die Anlage laufen, Street Art anschauen und den Sonnenuntergang über Berlin sehen.

Und irgendwann muss man auch ehrlich sein:

So wie es damals war, konnte es nicht ewig weitergehen.

Hunderte Menschen auf einem verlassenen Gelände, illegale Zugänge, Partys und immer weiter verfallende Gebäude sind auf Dauer keine wirkliche Zukunft für einen solchen Ort.

Abhöranlage auf dem Teufelsberg Berlin.

Warum der Teufelsberg für mich erhalten bleiben muss

Vielleicht ist genau das inzwischen der wichtigste Punkt für mich.

Ich vermisse das alte Lost-Place-Gefühl.

Aber lieber ist der Teufelsberg heute kontrolliert zugänglich, als dass irgendwann Luxuswohnungen oder irgendein Neubau an seiner Stelle stehen.

Berlin verändert sich sowieso ständig.

Das Olympiastadion Berlin zeigt NS-Geschichte und heutige Nutzung am gleichen Ort. Beim Flughafen Tempelhof liegen ebenfalls völlig unterschiedliche Kapitel Berliner Geschichte übereinander.

Beim Teufelsberg ist diese Überlagerung allerdings fast wörtlich zu verstehen.

Unten liegt ein Bauprojekt der Nationalsozialisten.

Darüber liegen die Trümmer des zerstörten Berlins.

Darauf steht eine ehemalige Abhörstation aus dem Kalten Krieg.

Später kamen Lost Place, Graffiti, Partys und Street Art dazu.

Und heute stehen diese Schichten gemeinsam unter Denkmalschutz.

Genau deshalb muss der Teufelsberg erhalten bleiben. Nicht weil dort alles so bleiben muss wie früher, sondern weil dieser Teil Berliner Geschichte weiterleben sollte.

Berlin ist keine Sehenswürdigkeit. Berlin ist eine Stadt.

Wir sehen uns im ehrlichen Berlin – oder hier im nächsten Blog. 

Haut rein 🖤

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Quellen: Buch "Teufelsberg - die berliner ruinologie" von Chris Wunsch | Buch "Der Teufelsberg in Berlin" von Wayne D. Cocroft und John Schofield | Buch "Lost and dark places" von Corinna Urbach und Christine Volpert | Zeitzeugen aus der Familie | Viele der Bilder in diesem Beitrag sind Beispielbilder und stammen nicht von den besuchten Orten.

Häufige Fragen zum Teufelsberg Berlin

Warum heißt der Teufelsberg Teufelsberg?

Der Name Teufelsberg leitet sich vom nahe gelegenen Teufelssee ab. Der künstliche Trümmerberg entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg, der Name des Gebietes ist jedoch älter.

Wie hoch ist der Teufelsberg in Berlin?

Der Teufelsberg ist rund 120 Meter hoch und gehört damit zu den höchsten Erhebungen Berlins. Da er größtenteils künstlich aus Trümmerschutt aufgeschüttet wurde, unterscheidet er sich deutlich von natürlichen Berliner Erhebungen.

Was befindet sich unter dem Teufelsberg?

Unter dem Teufelsberg befinden sich Teile der unvollendeten Wehrtechnischen Fakultät aus der NS-Zeit. Der massive Rohbau wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht vollständig beseitigt und anschließend mit Millionen Kubikmetern Trümmerschutt überdeckt.

Warum wurde der Teufelsberg aufgeschüttet?

Nach dem Zweiten Weltkrieg benötigte West-Berlin große Flächen für die gewaltigen Mengen an Trümmerschutt aus den zerstörten Gebäuden der Stadt. Zwischen 1950 und 1972 wurden auf dem heutigen Teufelsberg rund 26 Millionen Kubikmeter davon abgeladen.

Was war die Abhörstation auf dem Teufelsberg?

Die Field Station Berlin war während des Kalten Krieges eine amerikanisch-britische Abhörstation. Von hier wurden unter anderem militärischer Funkverkehr und andere elektromagnetische Signale aus der DDR und darüber hinaus überwacht.

Hat die NSA den Teufelsberg genutzt?

Ja. Amerikanische Nachrichtendiensteinheiten nutzten die Field Station Berlin für elektronische Aufklärung während des Kalten Krieges. Auch der britische Nachrichtendienst GCHQ war an der Anlage beteiligt.

Warum wurde die Abhörstation auf dem Teufelsberg gebaut?

Die erhöhte Lage des Teufelsbergs und die besondere geografische Situation West-Berlins machten den Standort für die westlichen Alliierten interessant. Von dort konnten Funk- und andere Signale aus der DDR und weiteren Gebieten des Ostblocks erfasst werden.

Wann wurde die Abhörstation auf dem Teufelsberg geschlossen?

Die alliierte Nutzung der Field Station Berlin endete 1992 nach dem Ende des Kalten Krieges und der deutschen Wiedervereinigung. Anschließend wurde das Gelände noch einige Jahre für zivile Luftüberwachung genutzt.

Ist der Teufelsberg heute noch ein Lost Place?

Der Teufelsberg wird häufig noch als Lost Place bezeichnet, ist heute aber kein klassischer verlassener und illegal zugänglicher Ort mehr. Die ehemalige Abhörstation kann offiziell gegen Eintritt besucht werden und wird unter anderem als Street-Art- und Veranstaltungsort genutzt.

Kann man die Abhörstation auf dem Teufelsberg besichtigen?

Ja. Das Gelände der ehemaligen Field Station ist offiziell für Besucher zugänglich. Du kannst Teile der früheren Abhöranlage erkunden, Street Art sehen und von dem Gelände über den Grunewald und Berlin schauen.

Wie lange braucht man für einen Besuch auf dem Teufelsberg?

Für das Gelände solltest du ungefähr ein bis zwei Stunden einplanen. Wenn du dir die Street Art ausführlich ansehen, fotografieren oder den Sonnenuntergang abwarten möchtest, kannst du problemlos länger bleiben.

Lohnt sich der Teufelsberg in Berlin?

Der Teufelsberg lohnt sich besonders, wenn du dich für Berliner Geschichte, den Kalten Krieg, Lost Places, Street Art oder ungewöhnliche Aussichtspunkte interessierst. Ein geheimer Lost Place ist das Gelände heute allerdings nicht mehr – der Besuch ist organisiert und deutlich touristischer als früher.