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So ist Berlin wirklich

Volkspark Friedrichshain:

Märchenbrunnen, Spaziergang & warum Berliner diesen Park lieben

Der Volkspark Friedrichshain ist nicht nur Berlins ältester Park – er ist einer der Orte, an denen man ziemlich gut versteht, wie Berlin eigentlich funktioniert.

Zwischen Märchenbrunnen, Trümmerbergen, Freiluftkino und Liegewiesen liegt nicht nur Grün, sondern überraschend viel Berliner Geschichte.

Gleichzeitig ist der Park bis heute einer dieser Orte, an denen Menschen nicht unbedingt etwas Besonderes machen – sondern einfach Berliner Alltag.

Foto vom See mit Besuchern, die sich sinnen im Volkspark Friedrichshain in Berlin.

Volkspark Friedrichshain: Fakten auf einen Blick

Wo?
Zwischen Friedrichshain und Prenzlauer Berg – direkt an der Landsberger Allee in Berlin. Adresse: Am Friedrichshain 1, 10407 Berlin

Anreise?
Vom S-Bahnhof Alexanderplatz in wenigen Minuten mit der Tram M4 bis Haltestelle „Am Friedrichshain“. Alternativ M5 oder M6 bis "Platz der Vereinten Nationen".

Beste Besuchszeit?
Die beste Zeit für den Volkspark Friedrichshain ist zwischen Frühling und frühem Herbst – dann zeigen Märchenbrunnen, Freiluftkino, Liegewiesen und die Bunkerberge am stärksten, warum der Park für viele Berliner zum Sommer dazugehört.

Seit wann?
Seit 1846 und somit Berlins ältester Park. Der Volkspark Friedrichshain war die erste kommunale Parkanlage Berlins.

Größe?
Rund 49 Hektar Parkfläche.

Hightlights?
Märchenbrunnen · Mont Klamott · Aussicht · Freiluftkino · Kletterfelsen · Schwanenteich · Beachvolleyball · Liegewiesen · Friedhof der Märzgefallenen · Spielplätze

→ Echtes Berlin entdecken
Foto von bunten Blumen und Schmetterlingen.

Lohnt sich der Volkspark Friedrichshain?

Ja – vor allem, wenn du nicht nach einer Sehenswürdigkeit suchst, sondern nach einem Ort, an dem Berlin einfach passiert.

Der Volkspark Friedrichshain verbindet Geschichte, Spaziergänge, Aussicht, Freizeit, Familienleben und erstaunlich viel Ruhe mitten in der Stadt.

Foto von einer gut gepflegten Grünfläche im Volkspark Friedrichshain.

Warum gibt es Hügel im Volkspark Friedrichshain?

Die Hügel im Volkspark Friedrichshain sind Trümmerberge. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden gesprengte Bunker und Schutt aus dem zerstörten Berlin mit Erde bedeckt und begrünt.

Heute sitzen Menschen dort im Sonnenuntergang – oft ohne zu wissen, worauf eigentlich.

Foto von einer Bank mit 2 Menschen und Blick auf einen See in Friedrichshain.

So Freunde,

vermutlich ist das hier der Park meiner Kindheit.

Nicht im großen dramatischen Sinn. Eher so, wie Orte sich in Berlin eben einschleichen.

Wandertage. Draußen lesen statt im Klassenzimmer. Irgendwo auf Wiesen rumliegen. Entdeckungen machen. Wasserspielplatz. Irgendwann merkt man plötzlich, dass man an einem Ort öfter war als man dachte.

Ich bin an der Warschauer groß geworden und der Volkspark Friedrichshain gehörte einfach dazu.

Und bis heute habe ich bei manchen Orten dort denselben kurzen Gedanken: Ach krass – hier war ich wirklich seit Jahrzehnten immer wieder.

Nicht jeden Sommer. Nicht jede Woche.

Aber immer mal wieder.

Und irgendwie fühlt sich der Park bis heute erstaunlich gleich an.

Foto von Fussball-spielenden menschen im Volkspark-Friedrichshain.

Die Geschichte vom Volkspark Friedrichshain beginnt nicht mit Freizeit

Heute wirkt der Park selbstverständlich.
Aber als die Idee entstand, war das ziemlich modern.

1840 beschloss die Berliner Stadtverordnetenversammlung, im Osten der Stadt einen öffentlichen Park anzulegen.

Damals gab es fast keine öffentlichen Grünflächen. Parks waren entweder repräsentativ oder bestimmten Gruppen vorbehalten.

Die Idee kam von Peter Joseph Lenné.

Die Vorstellung: ein Park für die Menschen der Stadt.

Nicht für Adel.
Nicht als Schlossgarten.
Nicht als Kulisse.

1846 begannen die Arbeiten. Gestaltet wurde die Anlage später von Gustav Meyer – einem Schüler Lennés.

Damit wurde der Volkspark Friedrichshain zur ersten kommunalen Parkanlage Berlins.

Wenn man heute durch den Park läuft, vergisst man das schnell.

Man sieht Familien, Jogger, Volleyballfelder.
Aber ursprünglich steckt hier ein ziemlich politischer Gedanke drin:

Stadt gehört nicht nur Gebäuden.
Stadt braucht gemeinsame Räume.

Und vielleicht erklärt das auch, warum der Park heute noch so funktioniert.

Wenn dich solche Entwicklungen interessieren: Im Blog zur Innenstadt ging es genau um diese Frage – wie Berlin eigentlich gewachsen ist.

Die meisten erleben Berlin immer gleich.
Sehenswürdigkeiten, lange Wege, viel Googeln.
Und am Ende: viel gesehen, aber wenig verstanden.

Berlin funktioniert anders.
Die Stadt zeigt sich nicht über Hotspots –
sondern über Orte, die man kennen muss.

Ich bin Berliner und arbeite seit Jahren in der Hotellerie
und sehe täglich, wie Besucher die Stadt erleben – und oft falsch einschätzen.

Genau deshalb habe ich über 500 echte Orte in Berlin gesammelt.
Keine Touri-Spots. Keine klassischen Listen.
Sondern Orte, die hier wirklich funktionieren –
direkt in deinem Google Maps, sofort nutzbar.

Foto von einer Parkanlage im Berliner Bezirk Friedrichshain.

Warum der Volkspark Friedrichshain mehr Geschichte erlebt hat als viele denken

Nur wenige Jahre nach Eröffnung bekam der Park eine völlig andere Bedeutung.

1848 kam es in Berlin zur Märzrevolution.

Menschen gingen auf die Straße und forderten Freiheit, politische Teilhabe und Veränderungen.

Nach den Barrikadenkämpfen wurden die Opfer im neuen Park beigesetzt.

Der Friedhof der Märzgefallenen entstand.

Heute läuft man dort leicht vorbei.

Aber eigentlich gehört dieser Ort zu den wichtigsten Erinnerungsorten der deutschen Demokratiegeschichte.

Später kamen weitere Spuren dazu.

Krankenhausbau.
Erweiterungen.
Denkmäler.
DDR.
Und schließlich Krieg.

Der Zweite Weltkrieg hat den Friedrichshain massiv verändert.

1941 entstanden große Flaktürme im Park.
Nach Kriegsende wurden die Anlagen gesprengt.

Foto von einem Waldstück im Volkspark Friedrichshain.

Trümmerberg: Mont Klamott

Dann begann etwas sehr Berlinerisches:

Man nahm die Trümmer der Stadt und schüttete sie einfach auf. Erinnert euch das zufällig an den Teufelsberg und die ehemalige Abhörstation?

So entstanden die beiden Hügel.

Der Große Bunkerberg.
Der Kleine Bunkerberg.

Oder wie Berliner irgendwann sagten:

Mont Klamott.

Und ich finde genau dieser Name beschreibt Berlin ziemlich gut.

Ein bisschen kaputt.
Ein bisschen Humor.

Und irgendwie macht man weiter.

Foto von spazierenden Menschen mit Stuhl im Volkspark in Friedrichshain.

Spaziergang durch den Volkspark Friedrichshain

Der Volkspark Friedrichshain ist kein Park, den man abhakt.

Er funktioniert besser, wenn man einfach losläuft.

Am westlichen Bereich wird es meistens zuerst voller.

Menschen sitzen am Wasser.
Kinder rennen.
Jemand trägt einen Geburtstag auf einer Picknickdecke aus.

Dann taucht ziemlich plötzlich eines der bekanntesten Bauwerke des Parks auf.

Der Märchenbrunnen.

Schon als Kind immer wieder die verschiedenen Charaktere der Märchen zugeordnet. Ein paar Minuten später verändert sich die Stimmung aber schon wieder.

Breitere Wege.
Mehr Wiesen.
Weniger Geräusche.

Dann irgendwo Enten.
Der kleine See.
Diese kleine Insel.
Menschen lesen.
Andere grillen.

Und wenn Sommer ist, entsteht oft dieses typische Berliner Freizeitbild:

Jemand spielt Volleyball.
Irgendwo hört man Musik.
Jemand hat einen Einweggrill dabei.
Jemand joggt sehr motiviert.

Und daneben liegt jemand seit drei Stunden im Schatten.

Foto vom Ortseingangsschild " "Friedrichshain" an einer alten Ampel

Wenn du eher auf Kunst und Stadtraum stehst, check die Stimmung an der East Side Gallery oder in kleinerem Maßstab an die North Side Gallery.

Später wird der Park sportlicher.

Laufstrecken.
Beachvolleyball.
Skater.
Kletterfelsen.

Und irgendwann landet man fast automatisch oben.

Auf einem der Hügel.
Und schaut auf Berlin.
Nicht spektakulär.
Aber überraschend schön.

Kleiner Funfact:

In frühen Planungen gab es Überlegungen, den Fernsehturm in der Gegend des Volkspark Friedrichshain zu errichten.

Heute wirkt das fast absurd.

Aber gleichzeitig passt die Vorstellung erstaunlich gut zu Berlin.

Foto vom Märchenbrunnen im Berliner Volkspark Friedrichshain.

Der Märchenbrunnen: einer der schönsten Orte im Park

Der Märchenbrunnen gehört zu den Orten, die fast jeder Berliner kennt – auch wenn viele den Namen vergessen.

Zwischen 1902 und 1913 entstand hier unter Stadtbaurat Ludwig Hoffmann eine riesige Brunnenanlage.

Gedacht war sie ursprünglich auch für Arbeiterfamilien und Kinder.

Und genau das merkt man dem Ort bis heute an.

Er wirkt nicht wie ein Denkmal.
Er wirkt benutzbar.
Frösche.
Wasser.
Figuren.
Kinder.
Ich war dort früher oft.

Und ein Teil vom Besuch war irgendwann immer dasselbe:

Figuren erraten.

Wer ist das?
Schneewittchen?
Rotkäppchen?
Hans im Glück?

Heute fällt einem auf, wie schön die Anlage eigentlich gemacht ist.

Als Kind war das völlig egal.

Da wollte man nur möglichst schnell die nächste Figur finden.

Und ehrlich gesagt ist das wahrscheinlich das größte Kompliment für so einen Ort.

Wenn du mit Familie unterwegs bist, gehört der Park für mich ziemlich eindeutig in dieselbe Unterhaltung wie die Gärten der Welt – nur deutlich weniger inszeniert.

Foto von einem Abschnitt im Volkspark Friedrichshain mit See und Menschen.

Warum der Kletterfelsen im Volkspark Friedrichshain plötzlich kleiner geworden ist

Ich war mit meiner Familie oft am Kletterfelsen.

Und ich weiß noch ziemlich genau, wie riesig mir der vorkam.

Heute laufe ich daran vorbei und denke jedes Mal:

War das wirklich derselbe?
Natürlich war er das.

Nur Erinnerungen wachsen manchmal schneller als Beton.

Der Kletterfelsen voller Graffiti ist bis heute einer dieser Orte, an denen man gut sieht, was der Park eigentlich ist.

Nicht perfekt.
Nicht besonders spektakulär.
Aber genutzt.
Direkt daneben Sport.
Kinder.
Leute sitzen oben.

Jemand versucht zum dritten Mal denselben Boulderzug.

Und keiner tut so, als wäre das hier ein
Event.

Genau deshalb funktioniert es.

Ähnlich wie am RAW-Gelände passiert hier viel – aber ohne großes Programm.

Menschen am grillen und picknicken im Volkspark Friedrichshain.

Freiluftkino Friedrichshain: zwischen Bäumen flimmern Filme

Einer meiner Lieblingsgedanken am Volkspark Friedrichshain ist immer noch das Freiluftkino.

Weil das eigentlich komplett absurd ist.

Du sitzt mitten im Park.
Vor dir Leinwand.
Hinter dir Bäume.

Irgendwo raschelt jemand mit Popcorn.
Jemand bringt Decken mit.

Und plötzlich wird aus einem normalen Mittwochabend Sommer.

Das Freiluftkino Friedrichshain gehört seit Jahrzehnten zum Berliner Sommer.

Und ich glaube genau solche Orte machen den Unterschied.

Nicht Sehenswürdigkeiten.
Routinen.

Wenn du irgendwann mal ein ruhiges Date in Berlin suchst, würde ich solche Orte übrigens immer eher empfehlen als die klassischen Touri-Listen.

Foto von einer selbst.-gebauten Holzhütte im Volkspark Friedrichshain.

Volkspark Friedrichshain: Lohnt sich ein Besuch?

Ich glaube für fast jeden.

Nicht weil er der schönste Park Berlins ist.
Nicht weil er die beste Aussicht hat.
Nicht weil er spektakulär ist.

Sondern weil er vieles gleichzeitig kann.

Kinder.
Freunde.
Sport.
Ruhe.
Geschichte.
Sommer.
Allein sein.

Und vielleicht ist genau das die Stärke.

Der Volkspark Friedrichshain fühlt sich nicht an wie ein Ort, den man besucht.

Sondern wie ein Ort, den Berliner benutzen.

Wenn du danach noch weiter durch den Osten laufen willst, landen viele irgendwann Richtung Oberbaumbrücke. Andere ziehen weiter Richtung Tempelhofer Feld oder suchen kostenlose Orte in Berlin.

Aber der Volkspark selbst braucht eigentlich keinen Anschlussplan.

Der funktioniert ganz gut allein.

Berlin ist keine Sehenswürdigkeit. Berlin ist eine Stadt.


Wir sehen uns im ehrlichen Berlin – oder hier im nächsten Blog.

Haut rein 🖤

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VIELE DER BILDER IN DIESEM BEITRAG SIND BEISPIELBILDER UND STAMMEN NICHT VON DEN BESUCHTEN ORTEN.

Häufige Fragen zum Volkspark Friedrichshain

Wo liegt der Volkspark Friedrichshain?

Der Volkspark Friedrichshain liegt im Berliner Ortsteil Friedrichshain und grenzt im Norden an Prenzlauer Berg.

Die bekanntesten Zugänge liegen an der Landsberger Allee, Friedenstraße und Straße Am Friedrichshain.

Seit wann gibt es den Volkspark Friedrichshain?

Den Volkspark Friedrichshain gibt es seit 1846. Er gilt als erste kommunale Parkanlage Berlins und wurde als öffentlicher Erholungsort für die Berliner Bevölkerung angelegt.

Wie kommt man zum Volkspark Friedrichshain?

Der Volkspark Friedrichshain ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Je nach Richtung liegen Tram-, Bus- und S-Bahn-Anbindungen in Laufnähe.

Auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist der Park gut erreichbar.

Wie viel Zeit sollte man im Volkspark Friedrichshain einplanen?

Für einen ersten Besuch reichen meistens 1,5 bis 3 Stunden. Wer zusätzlich den Märchenbrunnen anschauen, auf die Bunkerberge laufen oder im Sommer im Freiluftkino bleiben möchte, kann problemlos einen halben Tag dort verbringen.

Lohnt sich der Volkspark Friedrichshain?

Ja – besonders, wenn du Berlin nicht nur über Sehenswürdigkeiten erleben möchtest. Der Volkspark Friedrichshain verbindet Geschichte, Freizeit, Aussicht, Sport und Berliner Alltag an einem Ort.

Warum gibt es Hügel im Volkspark Friedrichshain?

Die Hügel entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg. Gesprengte Bunker und Trümmer aus dem zerstörten Berlin wurden mit Erde bedeckt und begrünt. Heute gehören die Bunkerberge zu den bekanntesten Orten im Park.

Was ist das Besondere am Volkspark Friedrichshain?

Der Volkspark Friedrichshain ist nicht nur einer der bekanntesten Parks Berlins, sondern auch die älteste öffentliche Parkanlage der Stadt.

Zwischen Märchenbrunnen, Trümmerbergen und Freiluftkino treffen Berliner Geschichte und Berliner Freizeit aufeinander.

Was kann man im Volkspark Friedrichshain machen?

Im Volkspark Friedrichshain kannst du spazieren, auf die Aussichtspunkte laufen, Beachvolleyball spielen, bouldern, den Märchenbrunnen besuchen, im Freiluftkino Filme schauen oder einfach Zeit auf den Wiesen verbringen.

Was ist der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain?

Der Märchenbrunnen ist eine historische Brunnenanlage aus dem Jahr 1913. Figuren aus Märchen der Brüder Grimm, Wasserspiele und die große Arkadenanlage machen ihn zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Volkspark Friedrichshain.

Wie groß ist der Volkspark Friedrichshain?

Der Volkspark Friedrichshain ist rund 49 Hektar groß und gehört zu den größten innerstädtischen Parkanlagen Berlins.

Gibt es Aussichtspunkte im Volkspark Friedrichshain?

Ja. Vom Großen und Kleinen Bunkerberg gibt es Ausblicke über Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Teile der Berliner Skyline.

Gibt es ein Freiluftkino im Volkspark Friedrichshain?

Ja. In den Sommermonaten findet auf der Freilichtbühne das Freiluftkino Friedrichshain statt. Es gehört zu den bekanntesten Open-Air-Kinos Berlins.

Ist der Volkspark Friedrichshain für Kinder geeignet?

Ja. Der Park gehört zu den familienfreundlichsten Grünanlagen Berlins und bietet Spielplätze, Wasserspielbereiche, Sportflächen, viel Platz und den Märchenbrunnen.