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Rotes Rathaus Berlin:

Die Geschichte hinter Berlins bekanntestem Rathaus

Das Rote Rathaus gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Hauptstadt.

Hier sitzt heute der Regierende Bürgermeister und der Berliner Senat – doch die Geschichte dieses Gebäudes beginnt lange vor dem Bau der markanten roten Backsteinfassade.

Tatsächlich befand sich an dieser Stelle schon im Mittelalter das erste Rathaus Berlins.

Neptunbrunnen und Rotes Rathaus mit Turm, Uhr und Berliner Fahne bei sonnigem Himmel.

Was ist das Rote Rathaus?

Das Rote Rathaus ist das Berliner Rathaus und seit 1991 der Sitz des Regierenden Bürgermeisters sowie des Berliner Senats.

Es wurde zwischen 1861 und 1871 erbaut und gehört heute zu den bekanntesten Wahrzeichen der Hauptstadt.

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Roten Fassade vom roten Rathaus und blauem Himmel.

Warum heißt das Rote Rathaus eigentlich so?

Der Name entstand wegen der roten Klinkerfassade, die das Gebäude seit seiner Fertigstellung prägt.

Schon im 19. Jahrhundert unterschied sich das Rathaus dadurch deutlich von vielen anderen repräsentativen Bauwerken Berlins.

Seinen Namen verdankt das Gebäude also nicht einer politischen Ausrichtung, sondern seiner auffälligen Fassade.

Nahaufnahme vom roten Backstein des roten Rathauses Berlin.

Rotes Rathaus - Fakten auf einen Blick

  • Erbaut zwischen 1861 und 1871
  • Architekt: Hermann Friedrich Waesemann
  • Höhe des Turms: 94 Meter
  • Sitz des Regierenden Bürgermeisters und des Berliner Senats
  • Standort: Historische Mitte Berlins zwischen Fernsehturm, Nikolaiviertel, Museumsinsel und Alexanderplatz
  • An derselben Stelle stand bereits seit dem 13. Jahrhundert das erste Berliner Rathaus
Straße im Herzen Berlins mit Fernsehturm und Roten Rathaus im Hintergrund.

So Freunde,

wenn ich früher am Bahnhof Alexanderplatz ausgestiegen bin, führte mein Weg fast immer an der Weltzeituhr, dem Fernsehturm oder Richtung Spree vorbei. Das Rote Rathaus war einfach da. So selbstverständlich, dass ich ihm ehrlich gesagt kaum Aufmerksamkeit geschenkt habe.

Dabei bin ich dort unzählige Male vorbeigelaufen.

Erst als ich angefangen habe, für NO TOURiST INFO zu recherchieren, ist mir aufgefallen, dass ich über dieses Gebäude erstaunlich wenig wusste. Klar, ich wusste, dass hier der Bürgermeister sitzt. Mehr aber auch nicht.

Und genau deshalb schreibe ich diesen Blog nicht nur für euch, sondern auch für mich.

Denn je tiefer ich mich mit der Geschichte beschäftigt habe, desto klarer wurde:

Das Rote Rathaus erzählt eigentlich die Geschichte Berlins selbst. Mittelalter, Kaiserreich, Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, DDR und Wiedervereinigung – all diese Epochen haben an genau diesem Ort ihre Spuren hinterlassen.

Skyline mit Fernsehturm, Parkinn-Hotel und roten Rathaus in Berlin.

Was stand vor dem Roten Rathaus?

Kurz gesagt: Lange bevor das heutige Rote Rathaus gebaut wurde, befand sich an derselben Stelle bereits das erste Berliner Rathaus. Seine Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und beginnt nahezu zeitgleich mit der Entstehung Berlins.

Viele gehen davon aus, dass das Rote Rathaus schon immer dort gestanden hat.

Tatsächlich befand sich an dieser Stelle jedoch über rund 600 Jahre das Alte Rathaus – das Verwaltungszentrum der jungen Stadt Berlin.

Um das Jahr 1270 entstand hier das erste steinerne Rathaus. Im Erdgeschoss wurde Handel betrieben, darüber traf sich der Rat der Stadt. Kaufleute, Handwerker und die wichtigsten Entscheidungen Berlins kamen unter einem Dach zusammen.

Das Rathaus war damit nicht nur Verwaltungsgebäude, sondern gleichzeitig Mittelpunkt des öffentlichen Lebens.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude immer wieder erweitert. Nach mehreren Stadtbränden erfolgten Umbauten, später kamen ein Uhrenturm und die bekannte Gerichtslaube hinzu. Während Berlin langsam wuchs, wuchs auch sein Rathaus mit.

Heute erinnert vor Ort kaum noch etwas daran.

Erst beim Bau der U-Bahn-Linie U5 wurden die Überreste des mittelalterlichen Rathauses überraschend wiederentdeckt.

Archäologen legten Fundamente, Kelleranlagen und zahlreiche Alltagsgegenstände frei, die bis in die Zeit der Stadtgründung zurückreichen. Plötzlich wurde sichtbar, dass unter den Straßen rund um das heutige Rote Rathaus noch immer ein Teil des mittelalterlichen Berlins verborgen liegt.

Genau das macht diesen Ort so besonders:

Wer heute vor dem Roten Rathaus steht, blickt nicht nur auf ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, sondern auf einen Platz, an dem Berliner Stadtgeschichte seit mehr als 750 Jahren geschrieben wird.

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Uhrenturm mit Uhrzeit, Zeigern und rotem Backstein.

Warum wurde das Rote Rathaus gebaut?

Kurz gesagt: Das Alte Rathaus war für das schnell wachsende Berlin zu klein geworden.

Mitte des 19. Jahrhunderts wollte die Stadt deshalb ein neues Rathaus bauen, das ihrer Bedeutung als aufstrebende Metropole gerecht wurde.

Als das Alte Rathaus im Mittelalter entstand, lebten in Berlin nur wenige Tausend Menschen. Über die Jahrhunderte entwickelte sich die Stadt jedoch rasant. Vor allem im 19. Jahrhundert explodierte die Einwohnerzahl durch die Industrialisierung.

Aus einer vergleichsweise kleinen Residenzstadt wurde innerhalb weniger Jahrzehnte eine der größten Städte Europas.

Mit diesem Wachstum stieß auch das alte Rathaus an seine Grenzen.

Die Verwaltung wurde immer umfangreicher, neue Aufgaben kamen hinzu und das Gebäude genügte weder funktional noch repräsentativ den Ansprüchen der Stadt. Deshalb schrieb Berlin 1857 einen Architekturwettbewerb aus. Gesucht wurde nicht einfach ein größeres Rathaus, sondern ein Bauwerk, das den Aufstieg Berlins sichtbar machen sollte.

Mehrere bekannte Architekten reichten Entwürfe ein. Am Ende erhielt jedoch Hermann Friedrich Waesemann den Auftrag – obwohl er zunächst gar nicht zu den Gewinnern des Wettbewerbs gehörte.

Seine Pläne überzeugten schließlich die Verantwortlichen, sodass 1861 mit dem Bau begonnen wurde.

Dabei verschwand das Alte Rathaus nicht von einem Tag auf den anderen. Zunächst entstanden Teile des Neubaus, erst danach wurde das mittelalterliche Rathaus Stück für Stück abgetragen. Einige historische Elemente konnten gerettet werden, darunter die berühmte Gerichtslaube, die heute im Park Babelsberg steht.

Rathaus im Stadtzentrum von Berlin mit Nikolaiviertel.

Ein Rathaus als Symbol einer neuen Hauptstadt

Das neue Rathaus sollte nicht nur Platz für die Verwaltung schaffen. Es sollte zeigen, welchen Anspruch Berlin inzwischen hatte.

Schon die Wahl der roten Klinker unterschied das Gebäude von vielen anderen repräsentativen Bauten der Stadt.

Noch auffälliger war jedoch der Turm.

Mit seinen rund 94 Metern überragte er sogar die Kuppel des damaligen Berliner Stadtschlosses. Das war kein Zufall. Historiker sehen darin bis heute ein bewusstes Zeichen des wachsenden Selbstbewusstseins der Berliner Bürgerschaft.

Während das Stadtschloss jahrhundertelang für die Macht der Monarchie stand, setzte das neue Rathaus ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung der Stadt selbst.

1871 war das Gebäude schließlich vollständig fertiggestellt – im selben Jahr, in dem das Deutsche Kaiserreich gegründet wurde. Damit wurde das Rote Rathaus Teil einer Zeit, in der Berlin endgültig den Schritt zur politischen und wirtschaftlichen Großstadt vollzog.

Bis heute lohnt sich deshalb ein Blick auf die Fassade. Viele Besucher achten nur auf die roten Ziegel oder den hohen Turm. Fast übersehen wird dagegen die sogenannte Steinerne Chronik – ein mehrere hundert Meter langer Terrakottafries, der die Geschichte Berlins von den mittelalterlichen Anfängen bis zur Reichsgründung erzählt.

Wer sich etwas Zeit nimmt, entdeckt hier eine steinerne Zeitreise rund um das gesamte Gebäude – ein Detail, an dem täglich Tausende Menschen vorbeilaufen, ohne es überhaupt zu bemerken.

Rotes Rathaus in Berlin mit der Skyline der Hauptstadt im Hintergrund.

Das Rote Rathaus im Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten veränderte sich auch die Rolle des Roten Rathauses. Die demokratische Stadtverordnetenversammlung tagte hier nicht mehr. Stattdessen wurden kommunale Entscheidungsstrukturen Schritt für Schritt abgeschafft und der Verwaltung dem nationalsozialistischen Staat untergeordnet.

Auch das Gebäude selbst blieb davon nicht unberührt.

In den 1930er Jahren ließ das Regime das Rathaus umbauen und erklärte offen, es solle dem „Geist des Dritten Reichs“ angepasst werden. Innenräume wurden verändert, Kunstwerke entfernt oder ersetzt und das Rathaus stärker an die Vorstellungen der neuen Machthaber angepasst.

Nur wenige Jahre später begann der Zweite Weltkrieg – und mit ihm die schwerste Zeit in der Geschichte des Gebäudes.

Ab 1943 trafen mehrere Luftangriffe das Rote Rathaus. Der große Festsaal wurde zerstört, weitere Bombentreffer beschädigten Dach, Turm und ganze Gebäudeflügel. Im Frühjahr 1945 kam schließlich der Artilleriebeschuss während der Schlacht um Berlin hinzu. Als die Kämpfe endeten, war das Rathaus etwa zur Hälfte zerstört.

Trotz der schweren Schäden blieb der Bau erhalten.

Das war keineswegs selbstverständlich. Viele historische Gebäude im Zentrum Berlins verschwanden nach dem Krieg vollständig.

Das Rote Rathaus gehörte zu den wenigen bedeutenden Bauwerken, deren Substanz groß genug war, um einen Wiederaufbau überhaupt möglich zu machen.

Turm des Roten Rathaus in Berlin mit Uhr und Berliner Fahne.

Das Rote Rathaus in der DDR

Kurz gesagt: Nach dem Krieg wurde das Rote Rathaus wieder aufgebaut und zum politischen Zentrum Ost-Berlins.

Währenddessen regierte West-Berlin vom Rathaus Schöneberg aus.

Bereits Anfang der 1950er Jahre begann der Wiederaufbau. Äußerlich orientierte man sich weitgehend am historischen Original.

Im Inneren entstanden dagegen viele Räume neu und wurden an die Anforderungen der damaligen Verwaltung angepasst.

1955 wurde das Rathaus feierlich wiedereröffnet.

Mit der Teilung Berlins änderte sich jedoch seine Funktion grundlegend. Das Rote Rathaus war nun Sitz des Ost-Berliner Magistrats, später der Stadtverordnetenversammlung und des Oberbürgermeisters von Ost-Berlin. Auf der anderen Seite der Mauer arbeitete der West-Berliner Senat im Rathaus Schöneberg.

Damit existierten plötzlich zwei Rathäuser für eine einzige Stadt.

Wenn man heute durch die historische Mitte läuft, ist das kaum noch vorstellbar. Zwischen Nikolaiviertel, Museumsinsel, Fernsehturm und dem Roten Rathaus wirkt alles wie ein zusammenhängendes Zentrum.

Während der deutschen Teilung verlief jedoch nicht nur eine politische Grenze durch Berlin, sondern auch die Stadtverwaltung war auf zwei Gebäude verteilt.

Auch das Umfeld des Roten Rathauses veränderte sich in dieser Zeit massiv.

Große Teile der historischen Altstadt wurden nach dem Krieg abgerissen. Es entstanden breite Freiflächen, später der Park rund um den Fernsehturm, das Marx-Engels-Forum und schließlich das neu aufgebaute Nikolaiviertel.

Das heutige Stadtbild rund um das Rathaus ist deshalb zu einem großen Teil ein Ergebnis der DDR-Stadtplanung – und unterscheidet sich deutlich von dem dichten mittelalterlichen Berlin, das hier einst existierte.

Skyline mit Fernsehturm, Parkinn-Hotel und roten Rathaus in Berlin.

Seit 1991 ist das Rote Rathaus wieder Rathaus für ganz Berlin

Kurz gesagt: Mit der deutschen Wiedervereinigung kehrte auch die Berliner Stadtregierung ins Rote Rathaus zurück.

Seit 1991 arbeiten hier wieder der Regierende Bürgermeister und der Berliner Senat für die gesamte Stadt.

Als die Mauer fiel, musste Berlin nicht nur politisch, sondern auch verwaltungstechnisch wieder zusammenwachsen. Jahrzehntelang hatten Ost- und West-Berlin eigene Rathäuser, eigene Behörden und eigene Verwaltungsstrukturen.

Am 1. Oktober 1991 zog die Berliner Regierung schließlich zurück ins Rote Rathaus.

Damit erfüllte sich eine Aussage, die bereits bei der Wiedereröffnung 1955 gefallen war:

Eines Tages würde von hier aus wieder ganz Berlin regiert werden.

Bis heute ist das Gebäude deshalb weit mehr als nur ein historisches Wahrzeichen.

Hier werden Entscheidungen getroffen, die den Alltag von Millionen Berlinern betreffen – vom Wohnungsbau über den Nahverkehr bis hin zu Kultur, Bildung und Stadtentwicklung.

Drohnenaufnahme vom roten Rathaus, Berliner Innenstadt und Nikolaiviertel.

Was viele am Roten Rathaus übersehen

Die meisten Besucher fotografieren den Turm oder laufen auf dem Weg vom Fernsehturm Richtung Museumsinsel einfach daran vorbei.

Dabei lohnt sich ein genauer Blick.

Fast rund um das gesamte Gebäude verläuft die sogenannte Steinerne Chronik. Dieser mehrere hundert Meter lange Terrakottafries zeigt in 36 Reliefs wichtige Ereignisse der Berliner und brandenburgischen Geschichte – von den mittelalterlichen Anfängen bis zur Reichsgründung 1871.

Eigentlich ist das eine steinerne Geschichtsausstellung unter freiem Himmel.

Auch der Turm erzählt eine Geschichte. Mit seinen 94 Metern wurde er bewusst höher gebaut als die Kuppel des damaligen Berliner Stadtschlosses.

Für viele Historiker war das ein Symbol dafür, dass das selbstbewusste Bürgertum im 19. Jahrhundert sichtbar an Bedeutung gewann.

Solche Details fallen im Vorbeigehen kaum auf. Gerade deshalb lohnt es sich, beim nächsten Spaziergang durch die historische Mitte einmal stehen zu bleiben und das Gebäude bewusst anzuschauen.

Turm vom roten Rathaus mit rotem Backstein, Uhr und Fahne.

Unter dem Roten Rathaus liegt noch immer das mittelalterliche Berlin

Eine der spannendsten Entdeckungen wurde erst vor wenigen Jahren gemacht.

Beim Bau der U-Bahn-Linie U5 stießen Archäologen direkt vor dem Roten Rathaus auf überraschend gut erhaltene Überreste des mittelalterlichen Berliner Rathauses. Freigelegt wurden Fundamente, Kelleranlagen, Teile des alten Rathausturms und zahlreiche Alltagsgegenstände aus der Zeit der Stadtgründung.

Plötzlich wurde sichtbar, dass die Geschichte dieses Ortes keineswegs mit dem Bau des Roten Rathauses beginnt.

Eigentlich liegt unter dem heutigen Gebäude noch immer ein großer Teil des ursprünglichen Berliner Verwaltungszentrums verborgen. Geplant war sogar, die Funde dauerhaft in einem sogenannten Archäologischen Fenster für Besucher sichtbar zu machen. Bis heute konnte dieses Projekt jedoch nicht umgesetzt werden.

Das zeigt einmal mehr, wie viele Schichten Berlin besitzt.

Während oben täglich Politik gemacht wird, liegen wenige Meter darunter die Überreste einer Stadt, die bereits vor mehr als 750 Jahren begann.

Nikolaiviertel bei Nacht mit Fernsehturm und Riesenrad im Hintergrund.

Mein Fazit zum Roten Rathaus

Wenn ich heute am Roten Rathaus vorbeikomme, sehe ich das Gebäude mit ganz anderen Augen.

Früher war es für mich einfach nur eines der vielen markanten Bauwerke rund um den Alexanderplatz. Heute weiß ich, dass hier die Geschichte Berlins an einem einzigen Ort zusammenläuft.

Kaum ein Gebäude hat so viele unterschiedliche Epochen erlebt. Es entstand in einer Zeit, als Berlin zur Großstadt wurde, überstand Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg, wurde zum Rathaus Ost-Berlins und ist seit der Wiedervereinigung wieder das politische Zentrum der gesamten Hauptstadt.

Noch spannender finde ich aber einen anderen Gedanken.

Rund um das Rote Rathaus hat sich Berlin in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder neu erfunden.

Das mittelalterliche Alte Rathaus verschwand. Große Teile der historischen Altstadt wurden zerstört oder abgerissen.

Selbst das Berliner Schloss existierte jahrzehntelang nicht mehr. Orte wie das Nikolaiviertel wurden komplett neu aufgebaut, während auf der anderen Spreeseite heute moderne Orte wie der Holzmarkt 25 zeigen, wie sich Berlin ständig weiterentwickelt.

Das Rote Rathaus dagegen blieb. Beschädigt, verändert und wieder aufgebaut – aber nie verschwunden.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum dieses Gebäude heute mehr ist als nur der Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters.

Es gehört zu den wenigen Orten in Berlin, an denen sich über 750 Jahre Stadtgeschichte an einem einzigen Platz nachvollziehen lassen.

Berlin ist keine Sehenswürdigkeit. Berlin ist eine Stadt.

Wir sehen uns im ehrlichen Berlin – oder hier im nächsten Blog.

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Quellen: Buch "Das Rote Rathaus in Berlin – Eine politische Geschichte:" von Thomas Flemming (Autor), Gernot Schaulinski (Autor), Bernd Ulrich (Autor), Uwe Schaper (Herausgeber) | Buch "Das Berliner Schloss und seine Nachbarn" vom Wasmuth Verlag | Buch "Berlin der Kaiserzeit. " von Matthias Barrth | Buch "Berlin die Bauwerke" vom Berlin - BeBra Verlag | VIELE DER BILDER IN DIESEM BEITRAG SIND BEISPIELBILDER UND STAMMEN NICHT VON DEN BESUCHTEN ORTEN.

Häufige Fragen zum Roten Rathaus in Berlin

Was ist das Rote Rathaus?

Das Rote Rathaus ist das Berliner Rathaus und seit 1991 der Sitz des Regierenden Bürgermeisters sowie des Berliner Senats. Es wurde zwischen 1861 und 1871 erbaut und gehört heute zu den bekanntesten Wahrzeichen der Hauptstadt.

Wo befindet sich das Rote Rathaus?

Das Rote Rathaus liegt im Berliner Ortsteil Mitte zwischen dem Alexanderplatz, dem Nikolaiviertel, der Museumsinsel und dem Berliner Fernsehturm. Es bildet bis heute das politische Zentrum der Hauptstadt.

Warum heißt das Rote Rathaus „Rotes Rathaus“?

Der Name stammt von der auffälligen Fassade aus roten Klinkersteinen. Mit einer politischen Ausrichtung hat die Bezeichnung nichts zu tun.

Wann wurde das Rote Rathaus gebaut?

Das Rote Rathaus wurde zwischen 1861 und 1871 nach den Plänen des Architekten Hermann Friedrich Waesemann errichtet. Es ersetzte das mittelalterliche Alte Rathaus, das zuvor mehrere Jahrhunderte an derselben Stelle stand.

Welche Bedeutung hat das Rote Rathaus für Berlin?

Das Rote Rathaus ist seit über 150 Jahren das wichtigste Verwaltungsgebäude Berlins. Heute arbeiten hier der Regierende Bürgermeister und der Berliner Senat. Gleichzeitig zählt das Gebäude zu den bedeutendsten historischen Wahrzeichen der Stadt.

Was stand vor dem Roten Rathaus?

Vor dem heutigen Roten Rathaus befand sich das Alte Rathaus Berlin, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Es war über rund 600 Jahre das Verwaltungszentrum der Stadt, bevor es im 19. Jahrhundert durch den Neubau ersetzt wurde.

Welche Rolle spielte das Rote Rathaus während der Teilung Berlins?

Während der deutschen Teilung war das Rote Rathaus Sitz des Ost-Berliner Magistrats. Der West-Berliner Senat regierte in dieser Zeit vom Rathaus Schöneberg aus. Erst seit der Wiedervereinigung 1991 ist das Rote Rathaus wieder das Rathaus für ganz Berlin.

Kann man das Rote Rathaus besichtigen?

Ja. Das Rote Rathaus kann grundsätzlich kostenlos besichtigt werden. Da das Gebäude als Regierungssitz genutzt wird, sind die Öffnungszeiten jedoch von Veranstaltungen und Sicherheitsmaßnahmen abhängig.

Was ist die Steinerne Chronik am Roten Rathaus?

Die Steinerne Chronik ist ein umlaufender Terrakottafries an der Fassade des Roten Rathauses. In 36 Reliefs erzählt sie die Geschichte Berlins und Brandenburgs vom Mittelalter bis zur Reichsgründung im Jahr 1871.

Was wurde unter dem Roten Rathaus entdeckt?

Beim Bau der U-Bahn-Linie U5 entdeckten Archäologen die Überreste des mittelalterlichen Alten Rathauses. Freigelegt wurden Fundamente, Kelleranlagen und zahlreiche Funde aus der frühen Berliner Stadtgeschichte, von denen ein Teil künftig öffentlich präsentiert werden soll.