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So ist Berlin wirklich

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Flughafen Tempelhof:

Geschichte, was du heute siehst – und was du nicht verstehst.

Foto von einem alten Gebäude mit Fenstern auf dem Flughafen Tempelhof.

Ein persönlicher Einstieg in die Berliner Geschichte

So Freunde,

mein erster Artikel in der Kategorie „Berliner Geschichte“ – und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll.

Vielleicht erstmal kurz zu mir:
Ich bin im März 1994 in Berlin-Friedrichshain geboren und ungefähr die 10. Generation Berlin-Friedrichshainer. Meine Eltern und ein Großteil meiner Familie sind in der DDR aufgewachsen und erzählen bis heute Geschichten aus dieser Zeit.

Und genau das ist der Punkt:
Ich finde es extrem wichtig, diese Geschichten zu hören – und an die folgenden Generationen weiterzugeben.

Denn genau diese Zeit hat Berlin zu der Stadt gemacht, die sie heute ist.

Wenn meine Oma von ihren ersten Grenzerfahrungen erzählt, von der Teilung 1961 und davon, wie unmöglich der Kontakt nach West-Berlin war, was es mit der Stasi auf sich hatte, dann merke ich jedes Mal, wie wenig ich eigentlich weiß – und wie viel es noch zu verstehen gibt.

Ich habe das Gefühl, ich bin es meiner Heimat Berlin schuldig, dieses Wissen zumindest ein Stück weit weiterzugeben.

→ Echtes Berlin entdecken
Foto von der alten Landebahn auf dem alten Flughafengelände Tempelhof.

Warum dieser Blog über den Flughafen Tempelhof Berlin ist

Bevor jetzt jemand schmunzelt, weil ich ausgerechnet in "Berliner Geschichte" mit einem Flughafen anfange, hol ich euch kurz ab.

Ich saß heute in der Bahn und lauschte einem Gespräch von ein paar alten Berlinern, in das ich mich immer gerne einmische – zumindest wenn ich höre, dass die so ultra-berlinern, dass 90 % der Leute in der Bahn eh kaum was verstehen. So ähnlich wie wenn meine Freunde bei Oma Jutta zu Gast sind.

Es ging um den Flughafen Tempelhof und um den Volksentscheid 2008 – also die Abstimmung darüber, ob der Flughafen offen bleiben soll.

Und dann fiel dieser Satz:
„So knapp war das damals…“

Ich konnte es mir natürlich nicht verkneifen:
"dit waren exakt 80.000 Stimmen, die damals jefehlt haben."

Das ehemalige Schild des Flughafen Berlin-Tempelhof mit einem alten Rosinenbomber davor.

Was ich genau an diesem ersten Blog so interessant finde:

Wir haben heute eh ein schwieriges Verhältnis zu Flughäfen in Berlin. Und trotzdem ist genau dieser Ort für viele Berliner emotional aufgeladen wie kaum ein anderer.

Und für mich persönlich ist Tempelhof einfach: der Flughafen meiner Kindheit.

Von hier aus bin ich Anfang der 2000er das erste Mal geflogen – nach Kroatien und nach Griechenland.

Das war noch ein anderer Vibe. Viel direkter, viel näher.

Das tempelhoher Feld mit vielen Menschen nach der Schließung des Flughafens.

Tempelhofer Feld heute: Ein Ort ohne sichtbare Geschichte?

Wenn du heute über das Tempelhofer Feld Berlin läufst, merkst du erstmal nicht viel von dieser Geschichte, Klar:

  • die riesige Landebahn
  • die monumentalen Gebäude
  • der alte Flughafen

Aber das war’s auch schon.

Der Rest?

  • Menschen liegen im Gras
  • Kinder lernen Fahrradfahren
  • Hunde rennen frei herum
  • irgendwo steht ein Coffee-Bike
  • Leute drehen ihre Runden auf
  • Inlineskates oder Fahrrädern
  • bei gutem Wetter steigen überall Drachen in den Himmel

Es wirkt leicht. Fast schon egal.
Und genau das ist der Punkt:

Die meisten haben keine Ahnung, was hier eigentlich damals passiert ist.

Das liegt vermutlich am ganzen Wandel in Berlin – immer mehr Zugezogene, immer mehr Gentrifizierung.

Ich habe dazu ehrlich gesagt eine ziemlich gespaltene Meinung, anders als viele meiner Ur-Berliner Brüder und Schwestern. Aber dazu kommt nochmal ein eigener Blog.

schwarz-weiß Foto des alten Flughafen Tempelhofs während des Betriebs.

Flughafen Tempelhof Geschichte: Warum dieser Ort so besonders ist

Der Flughafen Tempelhof ist einer der ältesten Flughäfen Berlins.

Er wurde 1923 eröffnet und später unter den Nationalsozialisten ab 1934 unter Architekt Ernst Sagebiel massiv ausgebaut.

Das Gebäude, das heute noch steht, gehört zu den größten zusammenhängenden Bauwerken Europas.

Aber das allein erklärt nicht, warum dieser Ort so eine Bedeutung hat.

Die meisten erleben Berlin immer gleich.
Sehenswürdigkeiten, lange Wege, viel Googeln.
Und am Ende: viel gesehen, aber wenig verstanden.

Berlin funktioniert anders.
Die Stadt zeigt sich nicht über Hotspots –
sondern über Orte, die man kennen muss.

Ich bin Berliner und arbeite seit Jahren in der Hotellerie
und sehe täglich, wie Besucher die Stadt erleben – und oft falsch einschätzen.

Genau deshalb habe ich über 500 echte Orte in Berlin gesammelt.
Keine Touri-Spots. Keine klassischen Listen.
Sondern Orte, die hier wirklich funktionieren –
direkt in deinem Google Maps, sofort nutzbar.

Ein sehr alter Rosinenbomber am Himmel mit der Aufschrift "Tempelhof"

Die Berliner Luftbrücke 1948/49: Tempelhof als Lebensader

Der entscheidende Moment in der Flughafen Tempelhof Geschichte war die Zeit der Berliner Luftbrücke 1948/49.

In einem unglaublichen Rhythmus – etwa alle 90 Sekunden – landeten Flugzeuge in Tempelhof. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. Alle 90 Sekunden. Verrückt.

Insgesamt:

  • 227.246 Flüge
  • innerhalb von 462 Tagen

Diese Flugzeuge – oft „Rosinenbomber“ genannt – brachten alles, was die Stadt zum Überleben brauchte:

  • Kohle
  • Lebensmittel
  • Rohstoffe
  • sogar komplette industrielle Anlagen

Berlin war zu diesem Zeitpunkt eine Stadt mit rund zwei Millionen Menschen.

Und Tempelhof war einer der zentralen Punkte, die diese Stadt am Leben gehalten haben.

Ein uralter Rosinenbomber der mittlerweile auf dem Flughafengelände Tempelhof steht.

Warum Tempelhof für viele West-Berliner so wichtig war

Diese Erinnerungen an die Luftbrücke erklären auch, warum Tempelhof für viele West-Berliner emotional so aufgeladen war.

Für viele war der Flughafen nicht einfach Infrastruktur.

Sondern ein Symbol:

  • für Versorgung
  • für Verbindung
  • für das „Nicht-aufgegeben-Werden“

Ganz anders im Osten:
Für viele Ost-Berliner hatte Tempelhof kaum Bedeutung.

Und genau dieser Unterschied zeigte sich später auch politisch.

Foto von der Skulptur des Adlers vor dem alten Haupteingang am Flughafen.

Der Volksentscheid 2008: Warum Tempelhof geschlossen wurde

Am 27. April 2008 wurde über die Zukunft des Flughafens abgestimmt.

Das Ergebnis:
Der Volksentscheid zur Offenhaltung scheiterte.
Und zwar extrem knapp.

Am Ende fehlten genau:
→ 80.000 Stimmen

Eine Initiative setzte sich für den Erhalt ein, unterstützt von prominenten Befürwortern.
Trotzdem reichte es nicht.

Die Kampagnen auf beiden Seiten waren dabei alles andere als sachlich:

Die Befürworter der Offenhaltung zeichneten teilweise ein Bild, als würde das gesamte Gelände abgerissen werden – obwohl klar war, dass Denkmalschutz das verhindern würde.

Die Gegenseite stellte Tempelhof teilweise als Prestigeprojekt für Wohlhabende dar.
Auch der Senat trat mit einer Haltung auf, die zwar sachlich korrekt war, aber von vielen als arrogant wahrgenommen wurde.

Altes Wohnhaus in der Nähe vom Flughafen Tempelhof.

Ost vs. West: Eine Stadt, die noch lange geteilt war

Die Abstimmung zeigte etwas, das viele nicht hören wollen:
Berlin war auch fast 20 Jahre nach dem Mauerfall noch geteilt.

Die Zahlen sprechen für sich:

Im Osten:
36 % für Offenhaltung
64 % dagegen

Im Westen:
71 % dafür
29 % dagegen

Ein Experte brachte es damals auf den Punkt:
In diesen Ergebnissen lässt sich der Verlauf der ehemaligen Mauer immer noch erkennen.

Der ehemalige weiße Tower für die Koordination der Flüge auf dem Flughafen

Warum die Tempelhof-Debatte so besonders war

Was diesen Konflikt so besonders macht:
Während sich Berlin an vielen Stellen extrem schnell verändert hat, wurde bei Tempelhof plötzlich emotional diskutiert wie kaum irgendwo sonst.

Dabei wurde oft übersehen:

  • Konzepte für die Nachnutzung gab es bereits seit den 1990er Jahren
  • vieles war längst geplant, zumindest in Grundzügen (und ich konnte kaum glauben, was für Pläne das waren)

Trotzdem wurde diskutiert, als würde alles komplett neu entschieden werden.

Foto von vielen menschen beim Picknicken auf einer Wiese auf alten Flughafengelände.

Was nach der Schließung kam

Der Flugbetrieb wurde am 31. Oktober 2008 eingestellt.
Danach begann die Suche nach neuen Nutzungskonzepten.
Und die Ideen waren… sagen wir mal: kreativ.

Vorgeschlagen wurden unter anderem:

  • eine Formel-1-Rennstrecke (Kann mir kaum vorstellen wie das wäre.)
  • ein riesiges Strandbad
  • sogar eine Art „zweites Hollywood“

Realistischer war am Ende eine Mischung aus:

  • Parklandschaft
  • kultureller Nutzung
  • Gewerbe
  • Wohnraum

Das Hauptgebäude sollte unter anderem Raum bieten für:

  • Medien- und Kreativunternehmen
  • Museen
  • kulturelle Projekte

Das erstes konkrete Beispiel:
Die Modemesse Bread & Butter nutzte ab 2009 bis heute große Teile des Geländes regelmäßig.

Tempelhofer Feld voller Radfahrer, Skaten und Menschen die den Platz zum grillen nutzen.

Tempelhofer Feld heute: Der größte innerstädtische Freiraum Deutschlands

Was viele nicht wissen:

Das Tempelhofer Feld ist heute
→ der größte innerstädtische Freiraum Deutschlands.

Das Gelände ist einfach größer als der Staat Monaco. Schon verrückt.

Seit 2010 ist das Gelände als öffentliche Freifläche zugänglich.

Und genau das macht diesen Ort heute so besonders.

Du hast hier:

  • kilometerlange Landebahnen zum Radfahren und Skaten
  • riesige offene Flächen ohne Bebauung
  • Platz, wie man ihn in einer Stadt wie Berlin eigentlich nicht mehr erwartet

Das ist kein Park im klassischen Sinne.
Es ist eher:
→ eine riesige Freifläche mitten in der Stadt.

schwarz-weiß-Foto von einem Skater in Berlin.

Was man heute am Tempelhofer Feld machen kann

Heute ist Tempelhof einer der vielseitigsten Orte Berlins:

  • Fahrrad fahren auf ehemaligen Start- und Landebahnen
  • Inlineskaten ohne Ampeln und Verkehr
  • Drachen steigen lassen bei Wind
  • Grillen mit Freunden
  • Urban Gardening in Gemeinschaftsprojekten
  • Veranstaltungen und große Events
  • Spaziergänge mit extrem weitem Blick (selten in Berlin)

Des Weiteren gibt es hier eine der besten Minigolfanlagen Berlins. Die "nuture ART" - Eine Verbindung aus Kunst, Geschichte, Natur und Spielspaß. Genau solche Insidertipps findest du übrigens in unserem Blog "Berlin insidertipps"

Und genau das zieht Menschen an.
Nicht nur Touristen – sondern vor allem Berliner selbst.

Foto von dem Eingang eines der Nebengebäuden auf dem ehemaligen Flughafengelände.

Warum diese Entscheidung bis heute diskutiert wird

Die Entscheidung, Tempelhof nicht neu zu bebauen, sondern als Freifläche zu erhalten, wurde später noch einmal bestätigt – durch einen weiteren Volksentscheid 2014. Dies war übrigens auch der erste Volksentscheid an dem ich stolz mit meinen 20 Jahren teilnehmen konnte.

Viele Berliner wollten genau das:
→ keinen weiteren Wohnblock
→ keine Investorenprojekte
→ keine Verdichtung

Sondern einfach:
→ Raum

Und genau das ist in einer Stadt wie Berlin extrem selten geworden. Irgendwie macht es mich auch ein klein-wenig stolz mit dafür verantwortlich zu sein, dass diese Freifläche heute noch existiert.

Alter Rosinenbomber auf einer Wiese auf dem Flughafengelände.

Wie Tempelhof heute in Berlin wahrgenommen wird

Tempelhof ist heute für viele:

  • ein Symbol für Freiheit
  • ein Ort ohne Konsumzwang
  • ein Gegenpol zur immer dichteren Stadt

Aber gleichzeitig gibt es auch Kritik:

  • zu viel ungenutzte Fläche
  • Wohnraummangel vs. Freifläche
  • politische Spannungen

Und genau das macht den Ort so interessant.

Tempelhof ist nicht nur ein Park und ein Zeichen für Freiheit.
Es ist ein Konflikt, der bis heute weiterlebt.

Foto einer alten Frau, die auf einer alten Flugzeug-Landebahn läuft

Ein Blick aus erster Hand: Tempelhof während der Luftbrücke

Marianne, 78 – geboren 1948 in West-Berlin zu Beginn der Luftbrücke:

„Ich bin zu Beginn der damaligen Luftbrücke in West-Berlin geboren worden. Es gab in den ersten Jahren meines Lebens wortwörtlich nichts. Einen Vater hatte ich nicht mehr und meine Mutter musste sich als alleinerziehende Frau alles von unseren Nachbarn leihen. Von Windeln über Mehl bis Decken für den Winter.

Ich wüsste nicht, wo wir zu diesem Zeitpunkt ohne unsere Nachbarn gewesen wären. Vielleicht bin ich aus deshalb aus Nächstenliebe Erzieherin geworden. Die Stimmung in der Stadt war so bedrückend und ungewiss, ich kann sie bis heute nicht beschreiben."
Der Flughafen Tempelhof hat für mich eine große Bedeutung. Meine Mutter erzählte mir so viele Geschichten.“

Foto von einem alten Gebäude auf dem Flughafen Tempelhof.

Was viele nicht wissen: Sogar Die Tribute von Panem wurde hier gedreht

Und ganz ehrlich – wenn du den ehemaligen Flughafen Tempelhof heute über das Rollfeld oder entlang der monumentalen Gebäudefassade läufst, wirkt vieles sowieso eher wie Filmkulisse als wie ein normaler Park.

Kein Wunder also, dass Hollywood genau hier gelandet ist.

Für The Hunger Games: Mockingjay – Part 2 wurde Tempelhof als Kulisse für Distrikt 2 genutzt – inklusive Rebellenlager, Kontrollzentrum und mehreren militärischen Szenen.

Und wenn du die Filme kennst, erkennst du Tempelhof tatsächlich an mehreren Stellen ziemlich deutlich wieder.

Foto von einem Schild "Halt hier Grenze" in einer alten Berliner Wohnung.

Fazit: Ein Ort, den viele sehen – aber kaum jemand versteht

Wenn du heute über das Tempelhofer Feld läufst, siehst du:

  • Menschen
  • Freizeit
  • Freiheit

Was du nicht siehst:

  • die Flugzeuge im 90-Sekunden-Takt
  • eine Stadt, die ums Überleben kämpft
  • eine Zeit, in der Berlin komplett geteilt war

Und genau das ist das Problem.
Berlin ist voll von Orten wie diesem.
Orte, die jeder kennt – aber kaum jemand versteht.

Und vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen:

→ Berlin sehen

und

→ Berlin verstehen

Wenn du anfangen willst, diese Stadt wirklich zu verstehen, dann reicht es nicht, nur durch sie durchzulaufen.

Genau dafür ist dieser Blog da.
Und genau dafür ist auch unser Guide gemacht.

In diesem Blog findest du übrigens eine kleine Auswahl an authentischen Spaziergängen in Berlin.

Berlin ist keine Sehenswürdigkeit. Berlin ist eine Stadt.

Wir sehen uns im ehrlichen Berlin – oder hier im nächsten Blog.

Haut rein 🖤

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Quellen: Buch "Flughafen Tempelhof" von Carl-Ludwig paeschke | Buch "Der Flughafen berlin-Tempelhof" von Thomas Blau | Buch "Tempelhof" von Helmut Trunz | Viele der Bilder in diesem Beitrag sind Beispielbilder und stammen nicht von den besuchten Orten.

Häufige Fragen zum Flughafen

Warum wurde der Flughafen Tempelhof geschlossen?

Der Flughafen Tempelhof wurde am 31. Oktober 2008 geschlossen, nachdem ein Volksentscheid zur Offenhaltung gescheitert ist.

Entscheidend war, dass nicht genug Berliner für den Weiterbetrieb gestimmt haben – es fehlten rund 80.000 Stimmen.

Was viele dabei vergessen: Die Stadt war damals noch deutlich in Ost und West geteilt – und genau das hat sich auch im Abstimmungsergebnis gezeigt.

Für viele war Tempelhof ein emotionaler Ort, für andere einfach ein Flughafen, der nicht mehr gebraucht wurde.

Was ist das Tempelhofer Feld heute?

Das Tempelhofer Feld ist heute eine frei zugängliche Park- und Freifläche und gilt als der größte innerstädtische Freiraum Deutschlands. Seit 2010 ist das ehemalige Flughafengelände für die Öffentlichkeit geöffnet.

Heute nutzen Berliner den Ort ganz anders: zum Fahrradfahren auf den alten Landebahnen, zum Skaten, Grillen oder einfach, um Platz zu haben.

Es ist kein klassischer Park – eher eine riesige offene Fläche mitten in der Stadt, die genau dadurch so besonders ist.

Wo ist das Tempelhofer Feld?

Das Tempelhofer Feld in Berlin hat keine einzelne Hausnummer. Es ist aber über mehrere Eingänge zugänglich, unter anderem über Columbiadamm 10, 12101 Berlin.

Andere Zugänge befinden sich am Tempelhofer Damm und der Oderstraße/Herrfurthstraße.

Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit (Sonnenaufgang - Sonnenuntergang)

Anfahrt würde ich immer mit den öffentlichen Verkehrsmittel empfehlen.

Welche Rolle spielte der Flughafen Tempelhof bei der Berliner Luftbrücke?

Der Flughafen Tempelhof war einer der zentralen Orte der Berliner Luftbrücke 1948/49 und sicherte die Versorgung der Stadt während der Blockade. In dieser Zeit landeten Flugzeuge im Abstand von etwa 90 Sekunden, insgesamt über 227.000 Mal.

Für viele Berliner war Tempelhof in dieser Zeit mehr als nur ein Flughafen. Er war die Verbindung zur Außenwelt – und ein Grund dafür, dass die Stadt überhaupt überleben konnte. Genau deshalb hat dieser Ort bis heute für viele eine ganz andere Bedeutung.