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Pfaueninsel Berlin:
Die Geschichte der königlichen Insel
15. Oktober 2026 - Phil - Berliner Concierge
Die Pfaueninsel Berlin ist heute ein beliebtes Ausflugsziel in der Havel. Doch hinter dem romantischen Schloss, den alten Eichen und den freilaufenden Pfauen steckt eine ungewöhnliche Geschichte: von geheimnisvollen Glasexperimenten über preußische Könige und exotische Tiere bis zu den Olympischen Spielen 1936 und den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs.
Warum ist die Pfaueninsel in Berlin so besonders?
Die Pfaueninsel ist eine historische Havelinsel im Berliner Ortsteil Wannsee. Über Jahrhunderte diente sie als Experimentierort, königlicher Rückzugsort und Landschaftspark. Seit 1990 gehört sie zum UNESCO-Welterbe der Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin.
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Welche Geschichte steckt hinter der Pfaueninsel?
Die Geschichte der Pfaueninsel reicht weit vor den Bau des Schlosses zurück. Im 17. Jahrhundert wurden hier Kaninchen gezüchtet und Glasexperimente durchgeführt. Ab 1793 verwandelten preußische Könige die Insel in eine romantische Parklandschaft mit Schloss, Gärten und einer Menagerie, aus deren Tierbestand später auch der Berliner Zoo hervorging.
Fakten auf einen Blick
- Lage: Berlin-Wannsee, in der Havel zwischen Berlin und Potsdam
- Größe: rund 67 Hektar Landfläche
- Frühere Bezeichnung: unter anderem Kaninchenwerder
- Schlossbau: 1794–1795 unter Friedrich Wilhelm II.
- Bekannte Persönlichkeiten: Johann Kunckel, Wilhelmine Encke, Friedrich Wilhelm III., Königin Luise und Peter Joseph Lenné
- Besonderheit: ehemalige königliche Menagerie mit Hunderten Tieren
- Naturschutzgebiet: seit 1924
- UNESCO-Welterbe: seit 1990
- Erreichbarkeit: über eine kurze Fährüberfahrt vom Festland
Warum die Pfaueninsel für mich ein besonderer Ort ist
So Freunde,
ich bin in der Nähe der Oberbaumbrücke aufgewachsen. Die Pfaueninsel spielt im Berliner Alltag und bei Touristen eigentlich kaum eine Rolle.
Niemand fährt auf dem Weg zur Arbeit mal eben über die Havel, um sich ein paar Pfauen anzuschauen. Trotzdem gehört die Insel zu den Ausflugszielen, die viele Berliner irgendwann einmal besucht haben.
Bei mir fing das schon in der Schulzeit an. Ich erinnere mich daran, dass wir einen Wandertag auf die Pfaueninsel gemacht haben. Mein letzter Besuch liegt inzwischen ungefähr vier oder fünf Jahre zurück.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die schöne Überfahrt mit der Fähre. Danach diese unzähligen alten Eichen, die ruhigen Spazierwege und eine Umgebung, die irgendwie zu tiefsinnigen Gesprächen einlädt.
Dazu kommen der liebevoll gestaltete Rosengarten und natürlich das weiße Schloss, das ein wirklich schönes Fotomotiv abgibt.
Was man bei einem solchen Spaziergang allerdings leicht vergisst: Auf dieser kleinen Insel wurde über Jahrhunderte Geschichte geschrieben. Und die war längst nicht immer so friedlich, wie die Landschaft heute aussieht.
Wie begann die Geschichte der Pfaueninsel?
Die Geschichte der Pfaueninsel begann lange vor den preußischen Königen. Archäologische Funde belegen, dass Menschen die Insel bereits in vorgeschichtlicher Zeit nutzten. Im 17. Jahrhundert wurde sie dann unter dem Namen Kaninchenwerder bekannt.
Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm ließ hier eine Kaninchenzucht anlegen. Die Tiere waren keine bloße Dekoration, sondern sollten Einnahmen für die kurfürstliche Kasse bringen.
Die Insel war damals noch weitgehend bewaldet und von mächtigen Eichen geprägt. Einige dieser Bäume waren bereits Jahrhunderte alt, als die ersten königlichen Parkanlagen entstanden.
Interessant ist auch der Name: Bezeichnungen wie Pfau-Werder tauchten bereits auf, bevor die heute bekannten Pfauen angesiedelt wurden. Der heutige Name setzte sich erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts dauerhaft durch.
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Was machte der Alchemist Johann Kunckel auf der Pfaueninsel?
1685 erhielt der Glasmacher und Alchemist Johann Kunckel die Insel vom Großen Kurfürsten. Er sollte dort seine Arbeiten an Glas und chemischen Verfahren fortsetzen, abgeschirmt von neugierigen Blicken.
Kunckel war für die Herstellung des berühmten Goldrubinglases bekannt, dessen intensive rote Farbe durch Goldverbindungen entstand.
Auf der Insel entstanden eine Glashütte und ein Laboratorium. Rauch, Gerüche und die strenge Abschirmung sorgten auf dem Festland für Gerüchte über Goldmacherei und geheimnisvolle Experimente.
Dabei ging es nicht nur um Alchemie. Der Kurfürst wollte auch die wirtschaftlich wichtige Glasproduktion Brandenburgs voranbringen.
1689 brannten Kunckels Anlagen nieder. Nach dem Tod seines Förderers hatte er zudem die politische Unterstützung verloren. Er geriet in finanzielle Schwierigkeiten und ging später nach Schweden.
Die romantische Pfaueninsel war also zunächst auch ein Ort früher technischer Experimente.
Warum ließ Friedrich Wilhelm II. das Schloss Pfaueninsel bauen?
1793 übernahm König Friedrich Wilhelm II. die Insel, um sie als privaten Rückzugsort gestalten zu lassen. Besonders eng verbunden war das Vorhaben mit seiner langjährigen Geliebten und Vertrauten Wilhelmine Encke, der späteren Gräfin von Lichtenau.
Ab 1794 entstand unter Hofzimmermeister Johann Gottlieb Brendel das weiße Schloss mit seinen beiden Türmen und der verbindenden Brücke.
Was wie ein kleines steinernes Märchenschloss aussieht, war ursprünglich vor allem eine Fachwerkkonstruktion mit Holzverkleidung. Die Architektur sollte an ein verfallenes römisches Landhaus erinnern.
Wilhelmine beeinflusste die Gestaltung und Inneneinrichtung erheblich. Besonders ungewöhnlich war das sogenannte Otaheitische Kabinett, ein fantasievoll im Südseestil eingerichtetes Turmzimmer.
Das Schloss war damit Ausdruck königlicher Sehnsucht nach Abgeschiedenheit, aber auch nach exotischen Welten.
1797 starb Friedrich Wilhelm II. Seine Pläne für das gemeinsame Leben auf der Insel erfüllten sich nicht mehr.
Warum sieht die Meierei wie eine mittelalterliche Ruine aus?
Die Meierei entstand 1794/95 am anderen Ende der Insel. Von außen erinnert sie an ein verfallenes gotisches Kloster, tatsächlich war sie jedoch ein landwirtschaftliches Gebäude mit Stallungen und repräsentativen Räumen.
Dort wurden unter anderem Milchkühe gehalten. Für die Hofgesellschaft gehörte das vermeintlich einfache Landleben zum Vergnügen.
Das ist eine interessante Seite der preußischen Gartenkunst: Während Bauern tatsächlich körperlich arbeiteten, konnte der Adel das bäuerliche Leben als romantisches Freizeitvergnügen inszenieren.
Ähnliche Gegensätze begegnen uns auch in der historischen Berliner Innenstadt, wo repräsentative Gebäude und höfische Gartenanlagen eng mit dem Machtanspruch der Monarchie verbunden waren.
Die Meierei zeigt jedenfalls, wie sorgfältig die Pfaueninsel gestaltet wurde. Selbst die vermeintlich verwilderten Gebäude waren Teil einer geplanten Inszenierung.
Wie wurde die Pfaueninsel zum königlichen Landschaftspark?
Unter Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise entwickelte sich die Pfaueninsel weiter. Ab dem frühen 19. Jahrhundert wurde sie zunehmend als Sommeraufenthalt der königlichen Familie genutzt.
1821 begann Peter Joseph Lenné mit einer umfassenden landschaftsgärtnerischen Umgestaltung. Alte Eichen blieben erhalten, während neue Wege, Wiesen, Sichtachsen und Gartenanlagen entstanden.
Zu den bedeutendsten Anlagen gehörte der Rosengarten. Die königliche Sammlung umfasste schließlich rund 2.000 Rosenstöcke mit etwa 140 Sorten.
Auch Karl Friedrich Schinkel prägte das Erscheinungsbild. Er war an mehreren Bauten beteiligt, darunter am Ausbau des Kavaliershauses und am später abgebrannten Palmenhaus.
Die Verbindung von Architektur und Natur erinnert an andere historische Berliner Gartenanlagen wie den Lustgarten oder Volkspark Friedrichshain, auch wenn die Pfaueninsel bewusst viel abgeschiedener gestaltet wurde.
Die scheinbar natürliche Landschaft ist in großen Teilen ein sorgfältig komponierter königlicher Garten.
Warum war die Pfaueninsel früher ein exotischer Tierpark?
Friedrich Wilhelm III. sammelte auf der Pfaueninsel zahlreiche Tiere aus unterschiedlichen Teilen der Welt. Daraus entwickelte sich eine königliche Menagerie mit eigenen Gebäuden, Gehegen und Tierwärtern.
1832 wurden bereits 847 Tiere gezählt. Dazu gehörten unter anderem Affen, Kängurus, Lamas, Hasen, Bären, verschiedene Vögel und später auch Rentiere.
Die Menagerie spiegelte das Interesse des europäischen Adels an fremden Tierarten wider. Gleichzeitig war sie Ausdruck von Reichtum und der Möglichkeit, Tiere über internationale Handels- und Herrschaftsbeziehungen nach Preußen zu bringen.
Aus heutiger Sicht gehört dazu auch die Frage, unter welchen Bedingungen diese Tiere transportiert und gehalten wurden.
1842 wurde ein großer Teil des Tierbestandes der neu gegründeten Zoologischen Gesellschaft Berlin übergeben.
Damit lieferte die Pfaueninsel einen wichtigen Grundstock für den Berliner Zoo, der 1844 eröffnet wurde.
Wer war Harry Maitey und wie kam ein Hawaiianer auf die Pfaueninsel?
Harry Maitey gehört zu den außergewöhnlichsten Persönlichkeiten der Inselgeschichte. Er stammte von der hawaiianischen Insel Oʻahu und gelangte in den 1820er Jahren an Bord eines preußischen Schiffes nach Europa.
Seine Geschichte zeigt, wie weit die internationalen Verbindungen Preußens damals bereits reichten.
1830 wurde Maitey christlich getauft und erhielt den Namen Heinrich Wilhelm. Anschließend kam er auf die Pfaueninsel, wo er bei Maschinenmeister Friedrich handwerkliche Fertigkeiten erlernte.
Vermutlich war er auch an der Herstellung kunstvoller Miniaturmodelle aus Elfenbein und Perlmutt beteiligt. Seine genaue Rolle ist allerdings nicht abschließend geklärt.
1833 heiratete er Dorothea Becker, die Tochter eines Tierwärters. Später lebten beide in Klein-Glienicke, wo Maitey 1872 starb.
Hinter der Geschichte des königlichen Inselparadieses steht damit auch die Lebensgeschichte eines Mannes, der seine Heimat im Pazifik verlassen hatte und in einer völlig anderen Gesellschaft zurechtkommen musste.
Wie freiwillig und unter welchen Abhängigkeiten seine Reise und sein späteres Leben verliefen, verdient eine kritische historische Betrachtung.
Warum versteckte sich der spätere Kaiser Wilhelm I. auf der Pfaueninsel?
Während der Märzrevolution 1848 wurde die Pfaueninsel zum Zufluchtsort eines Mannes, der später Deutscher Kaiser werden sollte.
Prinz Wilhelm von Preußen galt wegen seiner Haltung gegenüber den Revolutionären als besonders unbeliebt.
In Berlin forderten aufgebrachte Bürger seine Entfernung vom Hof.
In der Nacht zum 21. März 1848 erreichte Wilhelm die Pfaueninsel und versteckte sich im Haus des Hofgärtners Fintelmann.
Dort blieb er zwei Tage und zwei Nächte, bevor er seine Flucht nach England fortsetzte.
Ausgerechnet der spätere Kaiser Wilhelm I. musste sich vor den revolutionären Ereignissen in Berlin auf einer abgelegenen Insel verstecken.
Die Episode zeigt, wie unmittelbar die politischen Konflikte der Hauptstadt selbst diesen vermeintlich abgeschiedenen Ort erreichten.
Was geschah mit dem berühmten Palmenhaus?
Zwischen 1829 und 1831 entstand nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels ein großes Palmenhaus auf der Pfaueninsel.
Der beheizte Glasbau beherbergte Pflanzen aus verschiedenen Weltregionen, darunter Palmen, Bananenstauden und andere damals außergewöhnliche Gewächse.
Im Inneren befanden sich zudem exotisch inspirierte Dekorationen. Der Maler Carl Blechen hielt das eindrucksvolle Gebäude in seinen Bildern fest.
Doch in der Nacht vom 18. zum 19. Mai 1880 brach ein Feuer aus.
Das Palmenhaus brannte vollständig nieder. Auch die wertvolle Pflanzensammlung ging verloren. Die Brandursache blieb ungeklärt.
Heute erinnern nur noch Markierungen und die historische Gestaltung des Geländes an diesen außergewöhnlichen Bau.
Warum wurde die Pfaueninsel 1924 zum Naturschutzgebiet?
Nach dem Ende der Monarchie 1918 war die Zukunft der Pfaueninsel keineswegs gesichert. Es gab Pläne, das Gelände wirtschaftlich zu nutzen.
Diskutiert wurden unter anderem eine Villenkolonie, ein Internat und ein Sanatorium für wohlhabende Gäste.
Der Naturforscher Wolfgang Stichel setzte sich für den Schutz der besonderen Pflanzen- und Tierwelt ein.
Am 28. Februar 1924 wurde die Pfaueninsel zum Naturschutzgebiet erklärt. Damit waren die großflächigen Bebauungspläne praktisch vom Tisch.
Die Entscheidung bewahrte nicht nur die historische Parklandschaft, sondern auch wertvolle Lebensräume.
Die jahrhundertealten Eichen sind beispielsweise bis heute Lebensraum seltener Käferarten.
Ähnlich wie am Weißensee zeigt sich hier, dass Berliner Erholungsorte gleichzeitig wertvolle und empfindliche Naturräume sind.
Welche Rolle spielte die Pfaueninsel bei den Olympischen Spielen 1936?
Am 15. August 1936 nutzten die Nationalsozialisten die Pfaueninsel für eine prunkvolle Feier zum Abschluss der Olympischen Spiele in Berlin.
Während im Olympiastadion die sportlichen Wettkämpfe stattgefunden hatten, wurde die Havelinsel zur Bühne einer internationalen Propagandaveranstaltung.
Für die sogenannte Italienische Nacht entstand eine provisorische Schiffsbrücke. Lampions, Fackeln, Tanzaufführungen und ein gewaltiges Feuerwerk bestimmten das Programm.
Unter den ungefähr 1.000 geladenen Gästen befanden sich internationale Würdenträger, Diplomaten und Vertreter des NS-Regimes.
Die Feier sollte Deutschland als glanzvolle und gastfreundliche Nation präsentieren.
Doch hinter dieser Inszenierung stand eine Diktatur, die Menschen systematisch verfolgte und sich bereits auf weitere politische und militärische Expansion vorbereitete.
Was geschah auf der Pfaueninsel in den letzten Kriegstagen 1945?
Ende April 1945 war Berlin weitgehend von der Roten Armee eingeschlossen. Das NS-Regime stand unmittelbar vor seinem Zusammenbruch.
Nach historischen Darstellungen sollten Boten aus dem Führerbunker die Pfaueninsel erreichen, um wichtige Nachrichten an Flugzeuge zu übergeben.
Dabei ging es unter anderem um Hitlers politisches Testament und einen Hilferuf an General Walther Wenck.
Die Boten sollen die Insel erreicht haben. Die geplante Weitergabe der Nachrichten scheiterte jedoch im Chaos der letzten Kriegstage.
Einzelheiten dieser Aktion sind nicht durchgehend eindeutig überliefert und sollten deshalb mit Vorsicht betrachtet werden.
Gesichert ist, dass Hitler sein politisches Testament am 29. April 1945 verfasste und am folgenden Tag Suizid beging.
Warum gehört die Pfaueninsel heute zum UNESCO-Welterbe?
Seit 1990 ist die Pfaueninsel Teil des UNESCO-Welterbes „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“.
Geschützt wird nicht nur das Schloss, sondern das Zusammenspiel aus historischer Architektur, Gartenkunst, Sichtachsen und Landschaft.
Die Insel ist zugleich Naturschutzgebiet. Das macht ihre Pflege anspruchsvoll, denn historische Gartenanlagen müssen erhalten werden, ohne empfindliche Lebensräume zu zerstören.
Besonders wertvoll sind die alten Eichen, die Wiesen und die zahlreichen Tierarten.
Das Schloss wurde nach umfangreicher Sanierung im Mai 2025 wieder für Besichtigungen geöffnet.
Und genau das macht die Pfaueninsel für mich aus: Du kannst hier spazieren gehen, die Ruhe genießen und die Landschaft auf dich wirken lassen. Gleichzeitig steckt hinter beinahe jedem Gebäude eine Geschichte, die weit über Berlin hinausreicht.
Mein Fazit zur Geschichte der Pfaueninsel
Die Pfaueninsel ist kein Ort, den ich ständig besuche. Dafür liegt sie zu weit außerhalb meines Berliner Alltags. Aber vielleicht macht gerade das ihren Reiz aus.
Ich erinnere mich an die Fähre, die alten Eichen, den Rosengarten und die Spaziergänge, bei denen man sich auch mal in längeren Gesprächen verliert.
Heute weiß ich, wie viele unterschiedliche Geschichten sich hinter dieser ruhigen Landschaft verbergen. Alchemisten, Könige, exotische Tiere, ein Hawaiianer in Preußen, Revolutionäre und schließlich die dunklen Kapitel des 20. Jahrhunderts.
Die Pfaueninsel ist nicht nur ein romantisches Ausflugsziel. Sie ist ein Stück Berliner Geschichte, das man zu Fuß entdecken kann.
Lies hier gerne unsere Blogs über Lost Places, Reichstag, Checkpoint Charlie oder Nikolaiviertel.
Berlin ist keine Sehenswürdigkeit. Berlin ist eine Stadt.
Wir sehen uns im ehrlichen Berlin – oder hier im nächsten Blog.
Haut rein 🖤
Website "https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/pfaueninsel" | Website "https://de.wikipedia.org/wiki/Pfaueninsel" | Website "https://www.berliner-verkehrsseiten.de/pfaueninsel/Die_Geschichte/die_geschichte.html" | Website "https://www.spsg.de/blog/article/2025/05/02/pfaueninsel-2-mai-1945" | VIELE DER BILDER IN DIESEM BEITRAG SIND BEISPIELBILDER UND STAMMEN NICHT VON DEM BESUCHTEN ORT.
Häufige Fragen zur Pfaueninsel Berlin
Wo liegt die Pfaueninsel in Berlin?
Die Pfaueninsel liegt in der Havel im Berliner Ortsteil Wannsee, nahe der Grenze zu Potsdam. Sie gehört zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf und ist ausschließlich mit einer Fähre erreichbar. Die Insel ist Teil des UNESCO-Welterbes „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“.
Wie kommt man zur Pfaueninsel in Berlin?
Du erreichst die Pfaueninsel mit dem Bus 218 bis zur Haltestelle Pfaueninsel oder mit dem Auto über die Pfaueninselchaussee. Vom Fähranleger bringt dich eine kleine Fähre auf die Insel. Eine direkte Verbindung mit der S-Bahn gibt es nicht.
Was kostet der Eintritt zur Pfaueninsel?
Für den Besuch der Pfaueninsel wird Eintritt erhoben, der die Fährüberfahrt einschließt. Die Preise unterscheiden sich je nach Ticketart und Ermäßigung. Für die Besichtigung des Schlosses können gesonderte Regelungen gelten. Aktuelle Preise findest du bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
Wie lange braucht man für einen Besuch der Pfaueninsel?
Für einen Besuch der Pfaueninsel solltest du ungefähr zwei bis drei Stunden einplanen. Damit bleibt ausreichend Zeit für einen Spaziergang, den Rosengarten und die historischen Gebäude. Wenn du das Schloss besichtigen oder die Insel ausführlicher erkunden möchtest, lohnt sich ein halber Tag.
Warum heißt die Pfaueninsel Pfaueninsel?
Die Pfaueninsel erhielt ihren heutigen Namen durch die Pfauen, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf der Insel angesiedelt wurden. Zuvor war sie unter anderem als Kaninchenwerder bekannt, weil dort im 17. Jahrhundert Kaninchen gezüchtet wurden. Die Pfauen gehören bis heute zu den bekanntesten Bewohnern der Insel.
Kann man auf der Pfaueninsel frei laufende Pfauen sehen?
Ja, auf der Pfaueninsel leben freilaufende Pfauen, die sich auf den Wiesen, Wegen und in der Nähe der historischen Gebäude aufhalten können. Eine Sichtung ist allerdings nicht garantiert. Die Tiere sollten weder gefüttert noch bedrängt werden.
Kann man das Schloss Pfaueninsel von innen besichtigen?
Ja, das Schloss Pfaueninsel wurde nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten im Mai 2025 wieder für Besucher geöffnet. Eine Innenbesichtigung ist im Rahmen der geltenden Besuchsregelungen möglich. Öffnungszeiten und mögliche Führungstermine solltest du vor deinem Besuch überprüfen.
Wer hat das Schloss auf der Pfaueninsel gebaut?
Das Schloss auf der Pfaueninsel wurde zwischen 1794 und 1795 im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. errichtet. Die Entwürfe stammen vom Hofzimmermeister Johann Gottlieb Brendel. Das romantische Gebäude mit seinen zwei Türmen diente dem König als privater Rückzugsort.
Was hat die Pfaueninsel mit dem Berliner Zoo zu tun?
Auf der Pfaueninsel befand sich im 19. Jahrhundert eine königliche Menagerie mit Hunderten exotischen Tieren. 1832 wurden dort 847 Tiere gezählt. Ein Teil dieses Tierbestandes wurde später an die Zoologische Gesellschaft Berlin übergeben und bildete einen wichtigen Grundstock für den 1844 eröffneten Berliner Zoo.
Warum gehört die Pfaueninsel zum UNESCO-Welterbe?
Die Pfaueninsel gehört seit 1990 zum UNESCO-Welterbe „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“. Ausschlaggebend ist die außergewöhnliche Verbindung aus preußischer Gartenkunst, historischen Gebäuden und gestalteter Landschaft. Besonders bedeutend sind das Schloss, die Meierei und die von Peter Joseph Lenné geprägten Parkanlagen.
Darf man auf der Pfaueninsel Fahrrad fahren oder Hunde mitnehmen?
Nein, Fahrräder und Hunde sind auf der Pfaueninsel grundsätzlich nicht erlaubt. Die Einschränkungen dienen dem Schutz der historischen Parkanlage und der dort lebenden Tiere. Besucher können die Insel zu Fuß auf den vorgesehenen Wegen erkunden.
Lohnt sich die Pfaueninsel in Berlin für Touristen?
Die Pfaueninsel lohnt sich besonders für Besucher, die sich für preußische Geschichte, historische Gärten und ruhige Spaziergänge interessieren. Das Schloss, die alten Eichen, der Rosengarten und die freilaufenden Pfauen machen die Insel zu einem besonderen Ausflugsziel. Wer dagegen hauptsächlich die bekannten Sehenswürdigkeiten der Berliner Innenstadt besuchen möchte, sollte für die Anreise zusätzliche Zeit einplanen.
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