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Berliner Dom:
Wie aus einer Kirche ein Symbol des Kaiserreichs wurde
14. August 2026 - Phil Ernst - Berliner Concierge
Der Berliner Dom gehört mit seiner gewaltigen Kuppel zu den markantesten Bauwerken der Berliner Innenstadt. Doch hinter der Fassade am Lustgarten steckt weit mehr als eine prachtvolle Kirche:
Seine Geschichte führt von mittelalterlichen Hofkirchen über die Hohenzollern und das Kaiserreich bis zu Zweitem Weltkrieg und DDR.
Was ist der Berliner Dom?
Der Berliner Dom ist die größte evangelische Kirche Deutschlands und steht am Lustgarten auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte. Der heutige Bau entstand zwischen 1894 und 1905 unter Kaiser Wilhelm II. nach Plänen des Architekten Julius Carl Raschdorff.
Offiziell heißt er Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin. Unter dem Dom befindet sich mit der Hohenzollerngruft eine der bedeutendsten dynastischen Grablegen Europas.
Das Berlin, das Berliner empfehlen.
Wo ist der Berliner Dom?
Der Berliner Dom steht am Lustgarten auf der Museumsinsel im Zentrum Berlins, direkt gegenüber dem Berliner Schloss beziehungsweise heutigen Humboldt Forum.
Von hier sind auch das Rote Rathaus, das Nikolaiviertel und der Alexanderplatz nur wenige Minuten entfernt.
Für die Anreise bietet sich der nächstgelegene U-Bahnhof Museumsinsel an. Alternativ empfiehlt sich ein schöner Spaziergang vom S-Hackescher Markt.
Berliner Dom: Fakten auf einen Blick
Der heutige Berliner Dom wurde 1894 bis 1905 errichtet. Er ist rund 98 Meter hoch, seine Kuppel hat einen Durchmesser von 33 Metern und das Gebäude eine Grundfläche von 6.270 Quadratmetern.
Ursprünglich war der Dom sogar 114 Meter hoch. In rund 50 Metern Höhe führt heute eine Aussichtsplattform um die Kuppel.
So Freunde,
wieder mal eine Berliner Sehenswürdigkeit, die für die meisten Berliner im Alltag wahrscheinlich kaum eine Rolle spielt. Zumindest ist das bei mir und in meinem Berliner Umfeld so.
Ich bin zwischen Oberbaumbrücke und Frankfurter Tor aufgewachsen und trotzdem war ich selbst nur einmal im Berliner Dom.
Wandertag in der Oberschule. Irgendwann standen wir mit der Klasse da drin, haben uns das alles angeschaut – und wenn ich ehrlich bin, ist davon genau eine Sache hängen geblieben: die Hohenzollerngruft.
Mehr nicht.
Also war dieser Blog diesmal nicht nur für euch, sondern irgendwie auch für mich.
Denn der Berliner Dom steht da mitten in der Stadt, riesig, kaum zu übersehen. Wenn du durch Berlins Innenstadt läufst, kommst du früher oder später an seiner Kuppel vorbei.
Trotzdem hatte ich mich nie wirklich damit beschäftigt, warum dieses völlig überdimensioniert wirkende Ding eigentlich dort steht.
Und genau da wird es interessant.
Wie alt ist der Berliner Dom wirklich?
Der heutige Berliner Dom wurde 1905 eingeweiht, seine Geschichte auf der Berliner Spreeinsel reicht jedoch bis ins 15. Jahrhundert zurück.
1450 wurde im damals gerade fertiggestellten Berliner Schloss die Erasmus-Kapelle als Hofkirche geweiht. Unter Kurfürst Joachim II. wurde später die südlich des Schlosses gelegene Dominikanerkirche umgebaut, mit fürstlichen Begräbnisstätten ausgestattet und 1536 als neuer Dom geweiht.
1539 trat Joachim II. zum lutherischen Glauben über. Aus dem katholischen Dom wurde ein evangelischer.
1613 wechselten Kurfürst Johann Sigismund und sein Hof zum reformierten Bekenntnis. Der Konflikt mit der überwiegend lutherischen Bevölkerung eskalierte 1615 im sogenannten Berliner Tumult, bei dem unter anderem Häuser calvinistischer Hofgeistlicher geplündert wurden.
Der Dom war damit schon früh nicht nur Kirche, sondern eng mit Religion, Herrschaft und den politischen Konflikten seiner Zeit verbunden.
Die meisten erleben Berlin immer gleich.
Sehenswürdigkeiten, lange Wege, viel Googeln.
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Was stand vor dem heutigen Berliner Dom?
Am heutigen Standort ließ Friedrich II. zwischen 1747 und 1750 einen barocken Dom nach Entwürfen von Johann Boumann und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichten. Die Särge der kurfürstlichen Familie wurden dorthin überführt, der mittelalterliche Dom anschließend abgerissen.
Karl Friedrich Schinkel gestaltete den Neubau später klassizistisch um: 1816/17 den Innenraum und 1820/21 das Äußere.
Schon Friedrich Wilhelm IV. wollte diesen vergleichsweise schlichten Dom durch eine monumentale Basilika nach Plänen Friedrich August Stülers ersetzen. Erste Teile wurden sogar gebaut, doch die Revolution von 1848 stoppte das Projekt. Später fehlte auch die politische Bereitschaft, die kostspieligen Pläne des Königs weiterzufinanzieren.
Der Schinkel-Dom blieb stehen. Bis Wilhelm II. kam.
Warum wurde der heutige Berliner Dom gebaut?
Der heutige Berliner Dom entstand vor allem aus dem Repräsentationsanspruch der Monarchie. Nach der Reichsgründung 1871 erschien der vergleichsweise schlichte Schinkel-Dom für die Hauptstadt des Deutschen Kaiserreichs nicht mehr monumental genug.
Architekt Julius Carl Raschdorff hatte bereits 1885 Pläne für einen Neubau vorgelegt. Unter Kaiser Wilhelm II. wurde der alte Dom schließlich abgerissen und Raschdorffs Entwurf umgesetzt.
Am 17. Juni 1894 wurde der Grundstein gelegt. Die ursprünglich für 1900 geplante Fertigstellung verzögerte sich, sodass die Einweihung erst am 27. Februar 1905 stattfand.
Wilhelm II. nahm während des Baus selbst Einfluss auf gestalterische Details. Der Maler Anton von Werner musste etwa seine Entwürfe für Mosaiken und Fenster nach den persönlichen Wünschen des Kaisers verändern.
Der Berliner Dom war damit nicht einfach nur eine neue evangelische Kirche.
Er war auch ein ziemlich deutliches architektonisches Statement des Kaiserreichs.
Und vielleicht erklärt genau das auch, warum der Dom bis heute ein bisschen fremd im Berliner Alltag wirkt. Er wurde schließlich nicht für den Alltag der Berliner gebaut, sondern vor allem, um etwas darzustellen.
Wie sah der Berliner Dom ursprünglich aus?
Der 1905 eingeweihte Berliner Dom war größer als der Bau, den wir heute kennen. Ursprünglich war er 114 Meter hoch und 114 Meter lang, heute erreicht er rund 98 Meter Höhe und etwa 90 Meter Länge.
Raschdorff entwarf ihn im Stil der Neorenaissance mit Einflüssen der italienischen Hochrenaissance und des Barocks. Der Dom bestand aus drei großen Bereichen: der zentralen Predigtkirche, der südlichen Tauf- und Traukirche und der nördlichen Denkmalskirche.
Letztere existiert heute nicht mehr.
Genau deshalb sieht der Berliner Dom auf historischen Bildern deutlich anders aus. Ein ganzer Gebäudeteil fehlt.
Welche Bedeutung hatte der Berliner Dom für die Hohenzollern?
Der Berliner Dom war über Jahrhunderte eng mit dem Herrscherhaus der Hohenzollern verbunden. Er war Gotteshaus, Hof- und Repräsentationskirche und zugleich dynastische Grablege.
Diese Verbindung ist bis heute sichtbar. Im Kirchenraum stehen unter anderem Prunksarkophage des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, Friedrichs I. und Sophie Charlottes. Die Kaiserloge trägt Reichsadler und Krone – die Verbindung zwischen Kirche und Staat wurde hier nicht gerade versteckt.
Unter dem Dom liegt die Hohenzollerngruft, eine der bedeutendsten dynastischen Grablegen Europas.
Dort befinden sich Bestattungen aus mehreren Jahrhunderten und damit ein ziemlich außergewöhnlicher Querschnitt durch brandenburgisch-preußische Herrschaftsgeschichte. Und ausgerechnet die Gruft war das Einzige, was von meinem Wandertag damals wirklich hängen geblieben ist.
Vielleicht auch, weil eine Gruft voller jahrhundertealter Särge als Oberschüler einfach etwas mehr Eindruck hinterlässt als Neorenaissance und Kirchenarchitektur.
Nach umfangreicher Sanierung ist die Hohenzollerngruft seit März 2026 wieder zugänglich.
Was geschah mit dem Berliner Dom im Zweiten Weltkrieg?
Der Berliner Dom wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Besonders verheerend war ein Luftangriff am 24. Mai 1944, bei dem die Hauptkuppel in Brand geriet.
Die Feuerwehr konnte den Brandherd unter der Kupfereindeckung nicht erreichen. Schließlich stürzte die schwere Kuppellaterne ins Innere, durchschlug den Boden der Predigtkirche und beschädigte Teile der darunterliegenden Hohenzollerngruft. Auch die Denkmalskirche und die Türme wurden getroffen.
Nach dem Krieg galt der Dom als etwa 25 Prozent zerstört. Durch die offene Kuppel entstanden weitere Wetterschäden. Diebe stahlen außerdem rund ein Drittel der Pfeifen der Sauer-Orgel und bauten Metallteile aus.
Trotzdem blieb die Domgemeinde vor Ort. Gottesdienste fanden zeitweise in einem abgetrennten Bereich der Gruft statt.
Warum sieht der Berliner Dom heute anders aus als früher?
Der Berliner Dom wurde in der DDR bewusst nicht vollständig in seinen Zustand von 1905 zurückversetzt. Beim ab 1975 begonnenen Wiederaufbau wurden Teile vereinfacht und die beschädigte Denkmalskirche vollständig abgerissen.
Zuvor standen sogar ein kompletter Abriss oder eine andere Nutzung des Doms zur Debatte.
Inzwischen lag das ehemalige Symbol des Kaiserreichs mitten im politischen Zentrum Ost-Berlins. In seiner unmittelbaren Umgebung standen der Palast der Republik, das Staatsratsgebäude und das Außenministerium der DDR.
Beim Wiederaufbau erhielten Hauptkuppel und vier Turmabschlüsse vereinfachte Formen und wurden jeweils um 16 Meter reduziert. Die Denkmalskirche wurde 1975 abgerissen, ihre Prunksarkophage wurden versetzt. Immerhin 204 Fassadenelemente konnten eingelagert werden.
Der Berliner Dom von heute ist deshalb nicht einfach der Dom von 1905, nur restauriert.
Kaiserreich, Krieg und DDR sind bis heute am Gebäude ablesbar.
Heute läuft rundherum wieder ganz normal Berlin: Leute sitzen im Lustgarten, andere hetzen Richtung Alexanderplatz oder Museumsinsel – und mittendrin steht dieser riesige Dom als Überbleibsel völlig unterschiedlicher Zeiten.
Wie wurde der Berliner Dom in der DDR wiederaufgebaut?
Der 1975 begonnene Wiederaufbau entwickelte sich zu einem außergewöhnlichen deutsch-deutschen Kirchenbauprojekt. Die Arbeiten wurden maßgeblich mit Geldern der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Bundesrepublik finanziert.
Nach der veränderten Wiederherstellung des Äußeren folgte die aufwendige Rekonstruktion im Inneren. Die zentrale Predigtkirche und das kaiserliche Treppenhaus wurden dabei nach Raschdorffs Originalplänen wiederhergestellt.
Die Arbeiten überdauerten schließlich sogar die DDR. 1993 war die große Rekonstruktion des Innenraums abgeschlossen, das letzte restaurierte Kuppelmosaik wurde erst 2002 enthüllt.
Bis 1993 kostete der Wiederaufbau rund 150 Millionen D-Mark. Damit war er das größte evangelische Kirchenbauprojekt auf deutschem Boden in der Nachkriegszeit und zugleich eine jahrzehntelange Sakralbau-Kooperation zwischen Bundesrepublik und DDR.
Was ist an der Kuppel des Berliner Doms besonders?
Die Kuppel hat einen Durchmesser von rund 33 Metern. In etwa 50 Metern Höhe führt eine Aussichtsplattform um sie herum und bietet einen 360-Grad-Blick über Berlin.
Ein kleiner Funfact steckt ganz oben: Das 1981 montierte Kuppelkreuz musste 2006 wegen schwerer Korrosionsschäden wieder entfernt werden. 2008 wurde ein neues, mit rund 1,5 Kilogramm Blattgold belegtes Kreuz aufgesetzt.
Das alte Kreuz steht heute auf dem Friedhof der Oberpfarr- und Domkirche an der Liesenstraße.
Was sollte man sich im Berliner Dom ansehen?
Neben Kuppel und Hohenzollerngruft gehören vor allem Altarraum, Kaiserloge, Mosaiken, kaiserliches Treppenhaus und die Sauer-Orgel von 1905 zu den wichtigsten Teilen des Berliner Doms.
Die Orgel ist selbst ein Stück Technikgeschichte: Mit 7.269 Pfeifen, 113 Registern, vier Manualen und Pedal ist sie die größte vollpneumatische hochromantische Orgel und war bei ihrer Fertigstellung die größte Domorgel Deutschlands.
Für den Blick über Berlin geht es anschließend hinauf zur Kuppel. Von dort liegen Museumsinsel, Spree, Fernsehturm und Nikolaiviertel praktisch vor einem.
Lohnt sich der Berliner Dom?
Ja, der Berliner Dom lohnt sich vor allem, wenn du dich für Berliner Geschichte, Architektur oder den Blick über die Innenstadt interessierst. Für mich sind dabei weniger Gold und Prunk entscheidend als die Hohenzollerngruft und die Spuren, die Kaiserreich, Krieg und DDR am Gebäude hinterlassen haben.
Und trotzdem würde ich nicht so tun, als wäre der Dom für Berliner irgendein heiliger Pflichtort.
In meinem Umfeld spielt er im Alltag praktisch keine Rolle. Einmal im Jahr ändert sich das allerdings ein bisschen: beim Festival of Lights.
Dann werden wir Berliner gefühlt selbst zu Touris. Vom angestrahlten Fernsehturm schlendert man an ein paar Spätis vorbei Richtung Lustgarten, holt sich ein Bierchen und setzt sich vor den Dom, während die Fassade zur Projektionsfläche wird.
Vielleicht ist das sogar mein stärkster persönlicher Bezug zu diesem Gebäude.
Nicht Kaiserloge. Nicht Orgel. Nicht 7.269 Pfeifen.
Mit einem Bier im Lustgarten sitzen und Lichter anschauen. Viel mehr mein Berlin.
Wie komme ich zum Berliner Dom?
Der Berliner Dom liegt zentral am Lustgarten auf der Museumsinsel und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos erreichbar. Vom Bahnhof Alexanderplatz kannst du zu Fuß durch die Berliner Mitte laufen, noch näher liegt der U-Bahnhof Museumsinsel.
Wenn du sowieso zu Fuß unterwegs bist, lässt sich der Dom gut mit seiner direkten Umgebung verbinden. Richtung Norden bist du beispielsweise schnell bei den Hackeschen Höfen und am Monbijou Theater.
Öffnungszeiten und Preise Berliner Dom: Wann kann man ihn besuchen?
Die Besichtigung des Berliner Doms kostet aktuell rund 15 Euro für Erwachsene und rund 12 Euro ermäßigt.
Ein Familienticket für einen Erwachsenen mit bis zu vier Kindern unter 18 Jahren kostet ebenfalls rund 15 Euro; mit Berlin WelcomeCard gilt ein reduzierter Preis von rund 11 Euro.
Die aktuellen Preise können sich ändern – prüfe sie deshalb vor deinem Besuch noch einmal auf der offiziellen Seite des Berliner Doms.
Öffnungszeiten: in der Regel Montag bis Freitag 9:00–18:00 Uhr, Samstag 9:00–17:00 Uhr und Sonntag 12:00–17:00 Uhr.
Vom 1. Juni bis 31. August gelten teilweise verlängerte Sommerzeiten.
Während Gottesdiensten, Konzerte und bestimmten Veranstaltungen ist keine Besichtigung möglich, weshalb du die aktuellen Berliner-Dom-Öffnungszeiten ebenfalls vor deinem Besuch auf der offiziellen Seite prüfen solltest.
Zur Besichtigung gehören auch die Kuppel und die seit März 2026 wieder zugängliche Hohenzollerngruft. Für den Aufstieg zur Kuppel führen rund 270 Stufen nach oben.
Was vom Berliner Dom heute hängen bleibt
Bei meinem ersten Besuch als Oberschüler war es nur ein Wort: Hohenzollerngruft.
Nach diesem Blog ist es ein bisschen mehr.
Vor allem finde ich spannend, dass ausgerechnet eines der auffälligsten Gebäude Berlins für viele Berliner selbst kaum eine Rolle spielt. Vielleicht läuft man einfach zu oft daran vorbei. Vielleicht ist uns dieser ganze kaiserliche Prunk auch ein bisschen fremd.
Dabei erzählt der Dom ziemlich viel darüber, wie sich Berlin verändert hat: von den Hohenzollern und dem Kaiserreich über die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs bis zu den bewussten Veränderungen beim Wiederaufbau in der DDR.
Und genau deshalb lohnt sich der Berliner Dom für mich weniger als reine Sehenswürdigkeit, sondern als ein Gebäude, an dem mehrere Jahrhunderte Berliner Geschichte bis heute sichtbar geblieben sind.
Berlin ist keine Sehenswürdigkeit. Berlin ist eine Stadt.
Wir sehen uns im ehrlichen Berlin – oder hier im nächsten Blog.
Haut rein 🖤
Quellen: Buch "Der Berliner Dom" von Lars Eisenlöffel | Buch "Der Berliner Dom" von Charlotte Hopf | Website "https://www.berlinerdom.de" | Website "https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Dom" | VIELE DER BILDER IN DIESEM BEITRAG SIND BEISPIELBILDER UND STAMMEN NICHT VON DEM BESUCHEN ORT.
Häufige Fragen zum Berliner Dom
Wann wurde der Berliner Dom gebaut?
Der heutige Berliner Dom wurde zwischen 1894 und 1905 nach Plänen des Architekten Julius Carl Raschdorff erbaut. Die Grundsteinlegung fand am 17. Juni 1894 statt, die feierliche Einweihung am 27. Februar 1905. Die Geschichte seiner Vorgängerbauten reicht jedoch bis ins 15. Jahrhundert zurück.
Wie alt ist der Berliner Dom?
Der heutige Berliner Dom wurde 1905 eingeweiht und ist damit 2026 rund 121 Jahre alt. Die Geschichte einer Domkirche auf der Berliner Spreeinsel reicht allerdings bis ins 15. Jahrhundert zurück: Bereits 1450 wurde im Berliner Schloss die Erasmus-Kapelle als Hofkirche geweiht.
Wer hat den Berliner Dom gebaut?
Der heutige Berliner Dom wurde vom deutschen Architekten Julius Carl Raschdorff entworfen. Den Neubau ließ Kaiser Wilhelm II. errichten, nachdem der wesentlich schlichtere klassizistische Vorgängerbau von Karl Friedrich Schinkel abgerissen worden war.
Warum wurde der Berliner Dom gebaut?
Der heutige Berliner Dom wurde vor allem als repräsentative Kirche der preußisch-deutschen Monarchie errichtet. Nach der Reichsgründung 1871 entsprach der vergleichsweise schlichte Schinkel-Dom nicht mehr den Repräsentationsansprüchen des Kaiserreichs, weshalb Wilhelm II. einen monumentalen Neubau nach Raschdorffs Plänen durchsetzen ließ.
Warum heißt der Berliner Dom eigentlich Dom?
Der Name geht auf die lange Geschichte der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin und ihre Funktion als Hof- und Domkirche zurück. Der Begriff „Dom“ bedeutet hier nicht automatisch, dass der Berliner Dom eine katholische Kathedrale oder Sitz eines Bischofs ist.
Ist der Berliner Dom katholisch oder evangelisch?
Der Berliner Dom ist evangelisch. Ein Vorgängerbau wurde 1536 zunächst als katholischer Dom geweiht, doch bereits 1539 trat Kurfürst Joachim II. zum lutherischen Glauben über. Seitdem ist die Geschichte des Doms eng mit dem Protestantismus verbunden.
Wer ist im Berliner Dom begraben?
In der Hohenzollerngruft des Berliner Doms befinden sich zahlreiche Bestattungen des Hauses Hohenzollern aus mehreren Jahrhunderten. Zu den mit dem Dom verbundenen bedeutenden Herrschern gehören unter anderem der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm, Friedrich I. und Sophie Charlotte; einige ihrer Prunksarkophage stehen heute in der Predigtkirche.
Wie hoch ist der Berliner Dom?
Der Berliner Dom ist heute rund 98 Meter hoch. Ursprünglich erreichte Raschdorffs Bau eine Höhe von 114 Metern, doch beim Wiederaufbau in der DDR wurden die Hauptkuppel und die vier Turmabschlüsse vereinfacht und in ihrer Höhe reduziert.
Kann man auf die Kuppel des Berliner Doms?
Ja. Besucher können zur Kuppel des Berliner Doms hinaufsteigen. In rund 50 Metern Höhe führt eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform um den Tambour und bietet einen 360-Grad-Blick über die Berliner Innenstadt.
Wie viele Stufen hat der Berliner Dom?
Bis zur Aussichtsplattform der Kuppel sind es rund 270 Stufen. Oben reicht der Blick unter anderem über die Museumsinsel, die Spree, den Fernsehturm und das Nikolaiviertel.
Was kostet der Eintritt in den Berliner Dom?
Die Besichtigung des Berliner Doms kostet aktuell rund 15 Euro für Erwachsene und 12 Euro ermäßigt. Ein Familienticket für einen Erwachsenen mit bis zu vier Kindern unter 18 Jahren kostet ebenfalls rund 15 Euro; mit Berlin WelcomeCard liegt der Preis bei rund 11 Euro. Die Preise können sich ändern, deshalb solltest du sie vor deinem Besuch noch einmal auf der offiziellen Seite des Berliner Doms prüfen.
Welche Öffnungszeiten hat der Berliner Dom?
Der Berliner Dom ist in der Regel Montag bis Freitag von 9:00–18:00 Uhr, Samstag von 9:00–17:00 Uhr und Sonntag von 12:00–17:00 Uhr geöffnet. Vom 1. Juni bis 31. August gelten teilweise verlängerte Sommeröffnungszeiten. Während Gottesdiensten, Konzerten und bestimmten Veranstaltungen ist keine Besichtigung möglich, weshalb du die aktuellen Zeiten vor deinem Besuch auf der offiziellen Seite des Berliner Doms prüfen solltest.
Wie lange braucht man für einen Besuch im Berliner Dom?
Wie viel Zeit du brauchst, hängt vor allem davon ab, ob du neben dem Kirchenraum auch die Hohenzollerngruft und die Kuppel besichtigst. Deshalb lautet unsere grobe Schätzung rund 30 Minuten bis 2 Stunden.
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